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Waldbrandgefahr: Aktuelle Infos - Grillplatz gesperrt

Für Hessen hat das Umweltministerium in diesen Tagen die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. Durch das Andauern der Schönwetterphase mit Temperaturen von über 30 Grad und ausbleibenden Niederschlägen beziehungsweise nur lokal begrenzten gewitterigen Niederschlägen verstärkt sich die Waldbrandgefahr in Hessen wieder deutlich. Große Teile Hessens sind seit längerem ohne ergiebige Niederschläge geblieben.

Das Hessische Umweltministerium hat daher die erste von zwei Alarmstufen, Alarmstufe A, für die Forstverwaltung in Hessen ausgelöst. Die Aussicht auf ein Anhalten der Wetterlage ohne größere oder kurzfristige landesweite Niederschläge bei weiterhin hohen Temperaturen sowie eine Zunahme des Waldbrandgeschehens macht diesen vorsorgenden Schritt erforderlich. Mit dem Ausrufen der zweihöchsten Alarmstufe wird unter anderem sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden. Die Forstverwaltung stellt zudem die technische Einsatzbereitschaft sicher und intensiviert den Kontakt zu den örtlichen Brandschutzdienststellen.

Im Zuge der zweithöchsten Alarmstufe gibt es einige wenige, dafür aber sehr wichtige Punkte, die man als Waldbesucher*in beachten muss. Insofern gelten derzeit folgende (Verhaltens-)regeln:

  • Grillen: Die Stadt hat zur Eindämmung der Waldbrandgefahr präventiv ab sofort den öffentlichen Grillplatz (Grillhütte) auf dem Gelände des Kultur- und Sportzentrums Martinsee bis auf weiteres geschlossen. Außerhalb offizieller Grillstellen darf generell keinesfalls Feuer entfacht werden!
  • Friedhöfe Heusenstamm und Rembrücken: Weil auch die Brandgefahr auf den städtischen Friedhöfen enorm hoch ist, bittet die Stadtverwaltung derzeit auf angezündete Kerzen zu verzichten. Ein Informationsblatt hängt entsprechend aus.
  • Rauchen: Das Rauchen im Wald ist grundsätzlich verboten. Brennende Zigarettenstummel dürfen nicht weggeworfen werden – auch nicht aus dem Autofenster.
  • Glasscherben: Diese können wie ein Brennglas wirken und ein Feuer auslösen. Deshalb ist es verboten, Flaschen im Wald liegen zu lassen.
  • Wege zu den Wäldern: Diese müssen unbedingt frei bleiben – sie sind wichtige Feuerwehrzufahrten und Rettungswege für Einsatzfahrzeuge. Pkws sind deshalb ausschließlich auf den ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen. Die Fahrzeuge dürfen nicht über trockenem Bodenbewuchs stehen, da sich dieser entzünden kann.

Die Stadt Heusenstamm bittet alle Waldbesucher*innen in diesen Tagen und Wochen um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zu informieren. Wer dafür ein Smartphone nutzt, kann über die App „Hilfe im Wald“ den nächstgelegenen Rettungspunkt ermitteln und den Rettungskräften mitteilen. So können diese den Einsatzort noch schneller auffinden.

„Wir haben aus Sicherheitsgründen unseren öffentlichen Grillplatz ab sofort gesperrt“, teilt Bürgermeister Halil Öztas mit. „Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass wir auch noch die Waldwege und Waldflächen vorübergehend sperren müssen. Für diese Maßnahmen bitten wir bereits jetzt um Verständnis.“

Die jeweils aktuellen Informationen zu den Alarmstufen sowie möglichen Maßnahmen und Verhaltensregeln gibt es in der Tagespresse und auf heusenstamm.de.

Hintergrund:

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) stellt während der Waldbrandsaison (März bis Oktober) täglich aktualisierte Waldbrandgefahrenprognosen für Deutschland bereit. Die Gefährdungslage für das Auftreten von Waldbränden wird dabei in Deutschland seit 2012 nach dem WBI-modell berechnet. Dieses Modell gliedert die Waldbrandgefahr in fünf Stufen, wobei Stufe 1 eine sehr geringe und Stufe 5 eine sehr hohe Waldbrandgefahr signalisiert. In die Berechnungen des Gefahrenindex fließen unter anderem Daten der Lufttemperatur, relativen Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und Niederschlagsrate ein.

Unter Zugrundlegung dieser Prognose sowie weiterer Faktoren, wie weiterer Prognoseverfahren, der Bodenfeuchte, dem bisherigen Witterungsverlauf und Brandgeschehen sowie Einschätzung der Großwetterlagen, wird vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gegebenenfalls eine der beiden Hessischen Alarmstufen ausgelöst.

Das Ausrufen der Alarmstufe A bedeutet, dass in Hessen oder Teilen Hessens eine fortgesetzt hohe Waldbrandgefahr besteht. Der Landesbetrieb Hessen-Forst mit seinen Forstämtern veranlasst in diesem Fall ein verstärkte Überwachung der besonders gefährdeten Waldgebiete und stellt die technische Einsatzbereitschaft sicher (zum Beispiel durch Kontrolle der Zugangswege, Löschwasserentnahmestellen, Geräte und Nachrichtenverbindungen). Darüber hinaus wird der Kontakt mit den Brandschutzdienststellen intensiviert und die Information der Bevölkerung durch die lokale Presse sichergestellt. Die Alarmstufe A ist eine Vorstufe zur Alarmstufe B. Bei Alarmstufe B herrscht fortgesetzt eine sehr hohe Waldbrandgefahr, die unter anderem die Möglichkeit zur flächendeckenden Sperrung von Grillplätzen, Waldwegen und Waldflächen beinhaltet.

(Text in Teilen: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, HessenForst)

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