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Rotarier pflanzen Tulpen anlässlich des Welt-Polio-Tages

Die Tulpenzwiebeln sind gepflanzt! (Foto: Christoph Müller)
Die Tulpenzwiebeln sind gepflanzt! (Foto: Christoph Müller)

Die Rotary Clubs haben sich weltweit ein Ziel gesetzt: Eine Welt ohne Polio. Kinderlähmung (Poliomyelitis, kurz: Polio) ist eine von Viren ausgelöste ansteckende Infektionskrankheit der Nervenzellen des Rückenmarks. Die Ansteckung erfolgt über die Aufnahme verschmutzter Lebensmittel, Wasser oder über Schmierinfektion. Seit 1985 unterstützt Rotary International als Dachorganisation aller Rotary Clubs weltweit. den Kampf gegen Polio. Bisher konnten weit über 99 Prozent der Aufgabe erfüllt werden: Gab es damals noch 125 Länder mit pro Jahr 350.000 neuen Infektionen, so konnte dank umfassender Impfmaßnahmen seither die Zahl der jährlichen Neuinfektionen auf 173 (2019) gedrückt werden. Nur noch in zwei Ländern – Afghanistan und Pakistan – ist die Bevölkerung akut von Polio-Viren bedroht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erstmals im Jahr 1988 den Welt-Polio-Tag ins Leben gerufen, der in diesem Jahr am 28. Oktober als Gedenktag begangen wird.

Der Rotary Club Rodgau hat am vergangenen Wochenende anlässlich des Welt-Polio-Tags eine Aktion zur Unterstützung einer gemeinnützigen Aktivität gestartet. An unterschiedlichen Standorten in Heusenstamm und Rodgau wurden Tulpenzwiebeln gesetzt, die von der Gärtnerei Löwer gespendet wurden. Im Frühjahr sollen 1.500 rote Tulpen an den durch Hinweisschilder gekennzeichneten Orte erblühen. Die Bürgermeister Halil Öztas und Jürgen Hoffmann boten auf Anfrage des Distrikt-Polio-Beauftragten des Rotary Clubs Rodgau, Harald Flex spontan Standorte an und übernahmen auch gerne selbst den ersten Spatenstich. Der Rotary Club Rodgau spendet für jede gesetzte Tulpenzwiebel einen Euro. Dieser Betrag ist ausreichend, 1.500 Impfungen in Afghanistan und Pakistan durchzuführen.

Dr. Nikos Stergiou, aktueller Präsident des Rotary Clubs Rodgau und Chefarzt eines Krankenhauses: „Die Polioerkrankung ist eine von Polioviren vorwiegend im Kindesalter hervorgerufene Infektionskrankheit. Sie kann zu schwerwiegenden, bleibenden Lähmungen führen. Nicht nur die in Afghanistan und Pakistan lebenden Menschen sind gefährdet, auch wir in Deutschland können im ungünstigen Fall durch einen erkrankten Reisenden infiziert werden. Daher sollen auch alle Menschen in Deutschland auf einen wirksamen Impfschutz nicht nur gegen Polio sondern auch andere Krankheiten wie Tetanus, Diphtherie oder Grippe achten.“

Die weltweiten Aktionen der Rotarier werden durch die Bill & Melinda Gates Foundation unterstützt, die den jährlichen Spendenbetrag verdoppelt. Für die weltweite Ausrottung von Polio spendete Rotary seit 1985 mehr als 2,1 Milliarden Dollar.

(Text: Harald Flex)

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Plakat "Projekt #Filterwelten"  [pdf, 865 KB]

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