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Nikolausmarkt und Adventsmarkt abgesagt

Schweren Herzens hat sich der Magistrat der Stadt Heusenstamm dafür entschieden, den Nikolausmarkt und den Rembrücker Adventsmarkt 2020 abzusagen. Seit Monaten beschäftigte das Thema den Magistrat. Immer wieder legte der Fachdienst für Sport und Kultur Konzeptvarianten für die mögliche Durchführung vor. Immer wieder wurden neue Vorgaben durch die Verordnungen des Landes erlassen, die berücksichtigt und eingearbeitet werden mussten. Immer wieder wurden neue Szenarien besprochen, u.a. auch einen dezentralen Markt mit verschiedenen Standorten im Stadtgebiet durchzuführen. Dabei ging es im Kern stets um die Abwägung zwischen dem Gesundheitsschutz der Besucher und der Standbetreiber einerseits und dem Wunsch nach einer liebgewonnenen kulturellen Veranstaltung und der Unterstützung der ohnehin finanziell gebeutelten Vereine andererseits.

Trotz eines gut durchdachten Konzepts des Fachdienstes und einem grundsätzlichen breiten Interesse der Vereine und Standbetreiber überwogen die gesundheitlichen Aspekte. Aufgrund der Vorgaben der Landesregierung hätte die Durchführung des Marktes Zugangskontrollen und die Beschränkung der Besucherzahlen zur Folge gehabt. Die Nachverfolgung von etwaigen Infektionsketten wäre praktisch unmöglich gewesen. Zum anderen wäre es nicht wirklich möglich, die Verhaltensweisen aller Besucher so zu lenken und zu leiten, dass ein ordnungsgemäßer Ablauf gesichert gewesen wäre. Die Atmosphäre des Heusenstammer Nikolausmarktes und des Rembrücker Adventsmarktes leben ja nicht zuletzt von der Gemeinsamkeit und der Nähe der Menschen. Hierbei wären weitere Sicherheits-, Hygiene- und Abstandsregelungen zwingend erforderlich. Der Verzehr von Speisen und das Trinken von Getränken wäre an den Ständen nicht zugelassen. Mit Abstandsgeboten sind Aktivitäten wie das Stöbern an Ständen, das Plaudern bei Glühwein oder das Spielen von Kindern nicht durchführbar. Eine Enge auf dem Gelände wäre vermutlich nicht zu vermeiden gewesen, so dass der Gesundheitsschutz im Magistrat den Ausschlag für die getroffene Entscheidung gegeben hat.

Wichtig war dem Magistrat, Planungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen. Zum einen kann niemand die weitere Entwicklung der Pandemie und die damit noch einhergehenden Maßnahmen der übergeordneten Behörden absehen. Man hätte in jedem Fall in Kauf nehmen müssen, dass trotz einer jetzigen positiven Entscheidung beide Märkte ggf. sehr kurzfristig doch noch hätten abgesagt werden müssen. Dies hätte zu einem späteren Zeitpunkt sicher für Unmut gesorgt, insbesondere weil alle Standbetreiber Aufwendungen getätigt hätten. Auch wäre vermutlich mit einem sehr großen Besucherinteresse zu rechnen gewesen, da es sich voraussichtlich um die beiden einzigen Weihnachtsmärkte im Kreis Offenbach gehandelt hätte. Dies hätte aufgrund der durch die Verordnungen vorgegebenen Besucherbegrenzungen zu weiteren Problemen geführt.

Der Magistrat hofft auf Verständnis für die getroffene Entscheidung, die zwar nicht leicht war, aber die Gesundheit der Mitmenschen in den Vordergrund stellt. Sie beruht auf Vernunft und den Erkenntnissen des letzten halben Jahres und berücksichtigt, dass das Zusammenkommen von vielen Menschen in den Nachbarstädten bereits zu einer stark erhöhten Zunahme von Infektionen geführt hat.

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