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Für ein besseres Stadtklima: Baumschutzsatzung in Kraft

Gartenbesitzer*innen können ein Lied davon singen, was es bedeutet, Bäume auf dem eigenen Grundstück großzuziehen, sie zu erhalten, zu pflegen, zu wässern und ihnen genügend Platz zu geben. Später, oft Jahrzehnte nach der Pflanzung, stehen oftmals die nächste Generation oder neue Grundstückseigentümer*innen vor der Entscheidung sich für den Erhalt ihres Baumes einzusetzen, ihn umzupflanzen oder, weil er krank oder einfach alt und brüchig ist, über eine Fällung nachzudenken.

Mit der neuen Baumschutzsatzung, die die Stadtverordneten mehrheitlich beschlossen haben, und inzwischen in Kraft tritt/getreten ist, gibt es hierzu nun ein Regelwerk, das vor allem für Garten- und Baumfachbetriebe von Bedeutung ist. Die Satzung sieht vor, dass im Falle einer beantragten Fällung zunächst Fachleute zu Rate gezogen werden. Besonders bei der Beurteilung der Vitalität und der Gefährdung durch brüchiges Altholz in der Krone kommen Laien oft Zweifel auf. Ziel ist es, dass es nach unvermeidlichen Fällungen zu ökologisch sinnvollen Ersatzpflanzungen, vielleicht an einer günstigeren Stelle im Garten oder Hofraum, kommt. Bei der Auswahl der passenden Baumart stehen die Fachleute von Baumpflegediensten oder Baumschulen in der Region mit Rat und Tat zur Seite. Je besser die Neupflanzung auf die Standortverhältnisse abgestimmt ist, umso schneller wird die Lücke geschlossen, und die Natur kann sich insgesamt wieder erholen.

Die Baumschutzsatzung und den Fällantrag (siehe am Ende dieser Seite) gibt es online auf heusenstamm.de sowie als Ausdruck im Rathaus beim Fachdienst Umwelt oder in der Auslage im Foyer.

Für das Stadtbild spielt der Baumbestand bei der Durchgrünung des Stadtgebiets eine große Rolle. Mit Hilfe der neuen Baumschutzsatzung, können Bäume auf privatem Grund und Boden nun noch besser geschützt werden. Leider gibt es für dieses Konzept nicht nur Beifall, da großgewachsene Bäume subjektiv auch als störend und Schmutz verursachend gesehen werden. Eine objektive Aufklärung, wann und unter welchen Voraussetzungen Bäume als geschützt anzusehen sind und was getan werden muss, wenn eine Fällung ansteht, kann jetzt in der Satzung nachgelesen werden. Auch im Maßnahmenkatalog des im September 2020 verabschiedeten Klimaanpassungskonzepts wird der Schutz der Bäume explizit aufgeführt. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung zeigte sich, dass es eine breite Akzeptanz für diese und viele andere Maßnahmen und Projektideen zur Vermehrung und Stärkung der Grünbestände in der Stadt gibt, die bereits schrittweise umgesetzt werden.

So sollen insgesamt mehr Bäume im Stadtgebiet etabliert werden, so dass ihre Vorteile, wie zum Beispiel als Staubfilter und Sauerstoff- und Schattenspender, noch stärker als bisher zur Wirkung kommen. In Zeiten des Klimawandels sind große Bäume auch für die Tierwelt wichtig. Vor allem Vögel und Insekten brauchen grüne Inseln und kühle Zonen mitten in der Stadt. Viele Kleinlebewesen bilden idealerweise zusammen mit den Bäumen, mit dem im Boden und im Wurzelraum lebenden speziellen Pilzen und anderen Mikroorganismen eine Lebensgemeinschaft (Biozönose).

 

 

Antrag auf Fällgenehmigung  [pdf, 103 KB]

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