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Equal Pay Day: Fahnen werden am Schlossrathaus gehisst

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten haben die Fahnen gehisst.
Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten haben die Fahnen gehisst.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Heusenstamm möchten mit Plakaten und Fahnen auf den weltweiten Equal Pay Day aufmerksam machen. Anlässlich des Aktionstages werden vor dem Schlossrathaus vom 8. bis 12. März drei Flaggen gehisst, um das Thema sichtbar zu machen und eine gesellschaftliche Diskussion darüber anzuregen, wie in der Arbeitswelt gleiche Bezahlung für alle erreicht werden kann.

Zwar ist der Equal Pay Day in 2021 um 9 Tage vorgerückt und die geschlechterbedingte Lohnlücke hat sich auf 18 Prozent verringert. Erste Analysen verweisen allerdings darauf, dass der etwas kleinere Gender Pay Gap auch coronabedingt sein kann. Denn viele Männer waren im Jahr 2020 in Kurzarbeit und haben dadurch Einkommenseinbußen. In der Pandemie halten Frauen in den sog. systemrelevanten Berufen die Gesellschaft aufrecht, der Bruttostundenverdienst ist jedoch 19 Prozent geringer als der ihrer Kollegen. Klatschen für Leistungen in einer Pandemie reicht definitiv nicht.

Der Equal Pay Day

Der Equal Pay Day ist ein internationaler Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern und wird jährlich am 10. März veranstaltet. Ziel ist es, mit die Debatte über die Gründe der Entgeltunterschiede zwischen Frauen und Männern in Deutschland in die Öffentlichkeit zu tragen, ein Bewusstsein für die Problematik zu schaffen, zu sensibilisieren und Entscheider*innen zu mobilisieren, damit sich die Lohnschere schließt.

Ausgehend von der Annahme, dass Männer und Frauen den gleichen Stundenlohn bekommen, markiert der Equal Pay Day den Tag, bis zu dem Frauen quasi umsonst gearbeitet haben, während Männer in diesem Gedankenspiel schon seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Dieser geschlechtsspezifische Entgeltunterschied (Gender Pay Gap) beträgt laut des Statistischen Bundesamts aktuell in Deutschland 19 Prozent. Damit liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf einem der letzten Plätze.

Ein Teil dieser Lohnlücke lässt sich auf so genannte strukturelle Unterschiede zurückführen. Viele Frauen erlernen Berufe, die schlechter bezahlt sind, arbeiten seltener in Führungspositionen und häufiger in Teilzeit oder in Minijobs. Doch selbst wenn man diese Faktoren herausrechnet und sich beide Geschlechter anschaut, die in der gleichen Branche und der gleichen Position gleich viel arbeiten, dann ergibt sich bei uns immer noch eine nicht zu erklärende Lohnlücke von sechs Prozent.

Der Equal Pay Day wurde 2008 erstmals in Deutschland durchgeführt und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung 1988 in den USA mit einer „Red Purse Campaign“ als Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen von Frauen. Inzwischen gibt es den Equal Pay Day in 32 europäischen Ländern sowie weltweit. Weitere Infos gibt es auch unter equalpayday.de.

 

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