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Ehemaliges Baur-Kaufhaus: Neubau ab 2019

Visualisierung des Neubau-Komplexes an der Alten Linde (Urheber: M&P Architekten)
Visualisierung des Neubau-Komplexes an der Alten Linde (Urheber: M&P Architekten)

Es ist ein eher wuchtiger Block, der den Platz des Einkaufszentrums an der Alten Linde im Südwesten begrenzt. Jetzt wird das alte Baur-Kaufhaus abgerissen, ein großes Wohn- und Geschäftsgebäude soll entstehen. Die Entkernung läuft bereits. Mitte Januar werden die Abrissarbeiten beginnen. Das ehemalige Baur-Kaufhaus am Rand des Einkaufszentrums Alte Linde ist Geschichte. Ersetzt wird es durch ein viergeschossiges Wohngebäude mit Gewerbeflächen im Erdgeschoss. Bauherr ist eine Tochtergesellschaft der Friedrich-Baur-Stiftung aus Burgkunstadt.

Baur habe eine lange Tradition in Heusenstamm, betont Dr. Otmar Fugmann, Geschäftsführer der Stiftung, die Friedrich Baur, Gründer des Baur-Versands, 1953 ins Leben gerufen hat. In den 1950er Jahren bereits hatte er eine Einkaufsabteilung für Lederwaren und Schmuck in der Schlossstadt angesiedelt. Als das Unternehmen den Versuch wagte, neben dem Versandhandel auch Kaufhäuser zu eröffnen, wählte man auch Heusenstamm als Standort aus. Dazu wurde das Gebäude an der Leibnizstraße Anfang der 1980er Jahre gebaut. Der Versuch scheiterte, das 1984 eröffnete Geschäft wurde bereits 1989 wieder geschlossen. Seitdem vermietet man die Flächen "mehr oder weniger erfolgreich", wie es Fugmann formuliert.

Seit dem Spätsommer steht das Gebäude nun endgültig leer. Weil im Rhein-Main-Gebiet Wohnungen gesucht seien, habe man sich entschieden, solche zu bauen. 47 Zwei-, Drei- und Vier-Zimmerwohnungen mit 56 bis 144 Quadratmeter Fläche werden in den kommenden zwei Jahren an dieser Stelle entstehen. Zehn Appartements sollen barrierfrei sein. Alle Wohnungen erhalten eine Loggia, bodentiefe Fenster, Parkett- oder Fliesenboden, ebenerdige Duschen sowie Abstellräume mit einem Waschmaschinenanschluss, erläutert Andreas Müller, der gemeinsam mit Daniel Maurer als Architekt verantwortlich zeichnet. Im Erdgeschoss will die Friedrich-Baur-Stiftung Gewerberaum schaffen. So wird das Kaufhaus Kik, das bis zum Spätsommer Mieter im alten Gebäude war, wieder zurückkehren. Außerdem sollen Praxis- und Büroräume entstehen. Zum Platz im Einkaufszentrum hin werde zudem ein Geschäft für eine Bäckerei oder ein Café mit entsprechender Außenfläche einziehen können. Das Gebäude werde - trotz eines zusätzlichen Stockwerks - etwas niedriger ausfallen als das bestehende, das wegen der Kaufhausnutzung besonders hohe Geschosse hatte. Neu gebaut wird auch eine moderne Tiefgarage mit 130 Stellplätzen.

Vermarktet wird das Gebäude von Vetter & Partner Immobilien - vom ersten Quartal des Jahres 2020 an. Schon jetzt habe er mehr als 80 Anfragen für den Neubau, betont Boris Vetter. Allerdings wolle man sich mit der Vermietung Zeit lassen. "Es soll alles zusammenpassen", begründet er diese Entscheidung. Bezugsfertig werde das Haus dann Anfang 2021 sein. Beim Quadratmeter-Preis für die Wohnungen denke man an zehn bis zwölf Euro. Insgesamt investiert die Friedrich-Baur-Stiftung rund 17 Millionen Euro in diesen Neubau.

(Text: Claudia Bechthold, Offenbach-Post, 15.12.2018; Visualisierung: M&P Architekten)

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