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Hohe Waldbrandgefahr in Hessen: Besondere Aufmerksamkeit

Für Hessen hat das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in diesen Tagen die zweithöchste Alarmstufe ausgerufen. In weiten Teilen Hessens hat es seit Wochen nicht geregnet und durch die anhaltende Trockenheit ist die Waldbrandgefahr landesweit erhöht. Die für die Jahreszeit hohen Temperaturen und der intensive Wind verschärfen die Situation – ergiebige Niederschläge sind vorerst auch nicht in Sicht.

Aus diesem Grund hat das Umweltministerium die erste der zwei Alarmstufen, nämlich die Alarmstufe A, ausgerufen. Mit dem Ausrufen der zweithöchsten Alarmstufe wird unter anderem sichergestellt, dass die besonders gefährdeten Waldbereiche verstärkt überwacht werden. Die Forstverwaltung stellt zudem die technische Einsatzbereitschaft sicher und intensiviert den Kontakt zu den örtlichen Brandschutzstellen. Im Einzelfall ist auch die vorübergehende Sperrung von Waldwegen und -flächen nicht ausgeschlossen.

In der Alarmstufe A gibt es einige wenige, dafür aber sehr wichtige Punkte, die man als Waldbesucher*in beachten muss. Insofern gelten derzeit folgende (Verhaltens-)Regeln im Heusenstammer Wald:

  • Grillen: Die Stadt hat zur Eindämmung des Coronavirus bereits den städtischen Grillplatz (Grillhütte) am Kultur- und Sportzentrum Martinsee bis auf weiteres geschlossen. Außerhalb offizieller Grillstellen darf generell keinesfalls Feuer entfacht werden.
  • Rauchen: Das Rauchen im Wald ist grundsätzlich verboten. Brennende Zigaretten- und Zigarrenstummel dürfen nicht weggeworfen werden – auch nicht aus dem Autofenster.
  • Flaschen und Glasscherben: Diese können wie ein Brennglas wirken und ein Feuer auslösen. Deshalb ist es untersagt, Flaschen im Wald liegen zu lassen.
  • Wege zu den Wäldern: Wege müssen unbedingt frei bleiben! Sie sind wichtige Feuerwehrzufahrten und Rettungswege für Einsatzfahrzeuge. Pkws sind deshalb ausschließlich auf den ausgewiesenen Parkplätzen abzustellen. Die Fahrzeuge dürfen nicht über trockenem Bodenbewuchs stehen, da sich dieser entzünden kann.
  • Friedhöfe Heusenstamm und Rembrücken: Weil auch die Brandgefahr auf den städtischen Friedhöfen hoch ist, bittet die Stadtverwaltung derzeit auf angezündete Kerzen zu verzichten. Ein Informationsblatt hängt entsprechend aus.

Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu bittet alle Waldbesucher*innen in diesen Tagen und Wochen um erhöhte Vorsicht und Aufmerksamkeit. Wer einen Waldbrand bemerkt, wird gebeten, unverzüglich die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 zu informieren. Wer ein Smartphone mit sich führt, kann beispielsweise über die App „Hilfe im Wald“ den nächstgelegenen Rettungspunkt ermitteln und den Rettungskräften mitteilen. So können diese den Einsatzort noch schneller finden.

Hintergrund:

Auf Grundlage der täglich aktualisierten Waldbrandgefahrenprognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sowie weiterer Faktoren, wie zum Beispiel der Bodenfeuchte, dem bisherigen Witterungsverlauf und Brandgeschehen sowie Einschätzung der Großwetterlage wird vom Hessischen Umweltministerium eine der beiden Hessischen Alarmstufen ausgelöst. Das Ausrufen der Alarmstufe A bedeutet, dass in Hessen oder Teilen in Hessen eine fortgesetzt hohe Waldbrandgefahr besteht. Die Alarmstufe A ist die Vorstufe zur Alarmstufe B. Bei Alarmstufe B herrscht fortgesetzt eine sehr hohe Waldbrandgefahr, die unter anderem die Möglichkeit zur flächendeckenden Sperrung von Grillplätzen, Waldwegen und Waldflächen beinhaltet.

 

(Text in Teilen: Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)

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