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Lesung "Riss in der Staumauer" mit Heide Maixner am 26.4.

Das städtische Familienbüro, die Stadtbücherei und der Buchladen „Das Buch“ laden gemeinsam zur Lesung „Riss in der Staumauer“ von und mit der Autorin Heide Maixner am Freitag, 26. April, um 19.00 Uhr in das Haus der Literatur, Schlossstraße 10, ein. Der Eintritt ist frei.

Die Inspiration für das Erstlingswerk der Dudenhöferin kam über den engen Kontakt zum Sohn einer entfernt bekannten Familie. Die Hauptperson, die im Roman Jon heißt, fiel ihr im Alter von zehn Jahren mit seinem ruhigen und eingeschüchterten Verhalten auf. Selbst im Alter von knapp 30 Jahren wirkte er immer noch gedrückt und unsicher, die Angst vor Veränderungen stand ihm ins Gesicht geschrieben. Bei langen Spaziergängen mit ihrem „Patienten“ hatte Maixner immer den Notizblock in der Tasche – acht Jahre lang.

Zum Inhalt:

Die Eltern des Kindes wuchsen nach dem Zweiten Weltkrieg auf. Die Verhältnisse waren eher ärmlich. Der Vater des Kindes wollte schnelles Geld verdienen und fuhr zur See. Danach lernte er die Mutter dieses Kindes kennen, die „zwei Gesichter“ hatte. Der Vater entwickelte sich in dieser Ehe – aus Bequemlichkeit der Wahrheit ins Auge zu sehen – zu einem Schönredner. Er redete sich im wahrsten Sinne seine Ehe schön. Vor einer Scheidung hatte er Angst, denn das Alleinsein und mit den Lebensumständen nicht zu Recht zu kommen, bereitete ihm Sorgen. So entwickelte er sich immer mehr zu einem Zweifler, negativem Denker und Angsthasen. Tag für Tag erlebte das Kind die Unterdrückung durch seine Mutter und litt unter großen Angstzuständen. Als junger Mann im Alter von 24 Jahren lebte er noch immer bei seinen Eltern.

Der ständige Dauerkonflikt mit seinen Eltern führte dazu, dass er als erwachsener Mann an starker Neurodermitis litt, die sich über seinen ganzen Körper so ausbreitete, dass das rohe Fleisch sichtbar wurde. Er war inzwischen suizidgefährdet. Es kam der Tag, an dem er sich das Leben nehmen wollte, was schief ging. Aus eigener Kraft konnte er sein Leben nicht in den Griff bekommen. So begab er sich in eine psychosomatische Klinik. Dort wurde sein Leben von Anfang an über neun Wochen aufgearbeitet. Das Ziel der Ärzte bestand darin, ihm aufzuzeigen, warum er so depressiv und suizidgefährdet war und an dieser extremen Neurodermitis litt. Allerdings war er seelisch noch nicht gefestigt und geheilt, was ihm bei der Entlassung gesagt wurde. Trotzdem glaubte er daran, seelisch allein klar zu kommen. So nahm er seine berufliche Tätigkeit und seine Arbeit in der gemeinnützigen Institution, in der er über viele Jahre hinweg den Elternhausersatz suchte, wieder auf. Inzwischen hat er sich einer Therapie unterzogen. Die Therapeutin signalisierte ihm eine sehr lange Therapiezeit …

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