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Internationaler Frauentag am 8. März: Angebote des Frauenbüros

Im vergangenen Jahr organisierten die städtischen Frauenbeauftragten Petra Beißel und Gundi Wilz anlässlich des Internationalen Frauentages ein tolles und kurzweiliges Frauenfrühstück mit Kabarett, das auf große Resonanz stieß. Auch wenn sich viele Frauen eine Wiederholung dieses Programms wünschen, ist in diesem Jahr die Durchführung einer solchen oder ähnlichen Veranstaltung selbstverständlich leider nicht möglich.

Dennoch haben sich die Frauenbeauftragten Gedanken gemacht und Aktionen und Angebote zum diesjährigen Frauentag in verschiedenen Online-Formaten zusammengestellt. In Kürze werden auf der Seite des Familien- und Frauenbüros  diverse Links zu beispielsweise Lesungen und Podiumsdiskussionen zur Verfügung gestellt.

Eines dieser Angebote ist - exklusiv für Heusenstammerinnnen und Heusenstammer – das virtuelle Lesezimmer der Autorin Simone Scharbert, die aus ihrem Prosadebüt „du, alice“ vorliest. Hier geht es um Alice James (1848-1892), die seit ihrem postum erschienenen Tagebuch als eine Ikone des frühen Feminismus gilt - und doch ist ihr Name bis heute weitgehend unbekannt. Erst wenn die Sprache auf ihre berühmten Brüder Henry James (Romancier) und William James (Philosoph und Psychologe) oder Susan Sontag, die ihr ein Theaterstück widmete, kommt, weiß man sie einzuordnen. In Simone Scharberts Prosadebüt nimmt Alice James endlich die zentrale Position ein, die ihr zeitlebens nie zustand: Sie selbst ist die Adressatin dieser Anrufung. In einem reißenden Strom von Bildern, Assoziationen und Zitaten wird die Tragödie dieses Lebens greifbar. Die Geschichte einer Frau, die in einem intellektuellen Haushalt aufwächst, der aber der Zugang zu Bildung und Studium verwehrt bleibt. Einer Frau, die gegen das Stigma der Hysterie-Diagnose ankämpft, von den Brüdern benutzt als Material für ihr Schreiben und ihre Studien, von den Ärzten als Testobjekt für pseudowissenschaftliche Therapiemethoden. Einer Frau, in deren dysfunktionalen, von Krinoline, Mieder und gesellschaftlichen Konventionen eingeschnürtem Körper ein intellektuell wacher Geist wohnt.

Direkt am 8. März gibt es eine Fülle an kostenfreien digitalen Veranstaltungen, Workshops, Vorträge und Diskussionen von verschiedenen Kooperationspartner*innen. An dieser Stelle soll exemplarisch auf folgende Angebote hingewiesen werden:

Online-Seminar: „Wir sind anders – wir sind bunt – na und! Vielfalt als Ressource nutzen“ (10.00 bis 12.00 Uhr): Verschiedenheit bietet Vorteile für die Arbeitswelt. Es wird gezeigt, wie besonders Frauen in technischen Berufen mit gesundheitlichen Anforderungen an den Job, mit Migrationshintergrund, mit Familienaufgaben, mit Kopftuch, BIPoC (Black, Indigenous, People of Color) oder „Arbeiterkinder“ Unternehmen mit ihren Kompetenzen bereichern können. Das Online-Seminar richtet sich an Arbeitnehmerinnen, Arbeitssuchende und Arbeitgeberinnen. Als Referentinnen fungieren die Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt Christine Schramm-Speher (Agentur für Arbeit Gießen), Nicole Weiß (Jobcenter Gießen) und Anja Janetzky (VHS Landkreis Gießen). Anmeldung, weitere Infos und Zugangsdaten per E-Mail an christine.schramm-speher@arbeitsagentur.de oder nicole.weiss3@jobcenter-ge.de. Veranstalterinnen: BCA Agentur für Arbeit in Kooperation mit BCA Jobcenter Gießen und Volkshochschule Landkreis Gießen.

Online-Vortrag „Ein Geschlechterblick – Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Erwerbsarbeit von Frauen“ (16.00 bis 18.00 Uhr): Corona verschärft und offenbart die vorhandenen Ungleichheiten in der Gesellschaft grundsätzlich. Auch das Missverhältnis von gesellschaftlicher Teilhabe und Existenzsicherung zwischen Frauen und Männern macht die Pandemie durch ein Brennglas deutlich sichtbar. Mit einem Vortrag von Dr. Katharina Wrohlich, Leiterin der Forschungsgruppe Gender Economics am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin, und einer anschließenden Diskussion wird der Frage nachgegangen, welche gleichstellungspolitischen Antworten es (nicht nur) in Zeiten der Krise braucht. Anmeldung sowie weitere Infos und Zugangsdaten per E-Mail an mail@femkom.de. Veranstalterinnen: Frauenbüro der Wissenschaftsstadt Darmstadt und femkom Frauenkompetenzzentrum Darmstadt.

Und wer anlässlich des Internationalen Frauentages doch lieber ein Buch in die Hand nehmen möchte, der kann telefonisch oder per E-Mail Bücher bei der Stadtbücherei Heusenstamm verschiedene Medien zum Abholen bestellen. Über den Medienkatalog OPAC steht ein breites Angebot zu Frauenthemen zur Auswahl bereit. Kontakt: 06104 643615 und stadtbuecherei@heusenstamm.de.

 

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