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Aktueller Stand Ukrainehilfe: Was gerade in Heusenstamm passiert

Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor gut vier Wochen sind Millionen Menschen (in der Regel Frauen und Kinder sowie betagte und kranke Menschen) aus ihrem Heimatland geflohen und suchen vorrangig in den Nachbarstaaten, aber natürlich auch in Deutschland und ganz Europa Schutz. Erste Koordinierungsmaßnahmen zwischen Bund, Ländern und Kommunen sind bereits angelaufen, um die hier ankommenden Ukrainer*innen unterzubringen und weitestgehend in einen Alltag zu integrieren. „Auf Landes- und Kreisebene sind aber noch nicht alle Fragen und Abläufe abschließend geklärt, sodass wir als Stadtverwaltung mehr oder weniger im ‚Einfach machen‘-Modus agieren“, beschreibt Bürgermeister Steffen Ball die Situation auf Behördenebene.

Die bis dato in Heusenstamm angekommenen Geflüchteten sind zum größten Teil privat bei Familie oder Freund*innen untergekommen. „Es gab und gibt aber auch die Fälle, dass Menschen zufällig in Heusenstamm landen und dann an der Rathaustür klingeln,“ so Ball. Sie werden in der Regel in Heusenstammer Hotels oder in anderen Unterkünften untergebracht. Derzeit gibt es drei Wege, wie Ukrainer*innen nach Heusenstamm kommen: Private Unterbringung, zufällig oder über eine offizielle Zuweisung durch den Kreis Offenbach (meistens über die Erstaufnahmeeinrichtungen in Gießen und Frankfurt). Bis heute gibt es in Heusenstamm über 80 registrierte Ukrainerinnen und Ukrainer, davon etwa 40 Prozent Kinder bis 17 Jahre (die Zahlen unterliegen großen Schwankungen).

Es wird damit gerechnet, dass die Zahl der geflüchteten Personen mit Dauer des Krieges weiter zunimmt. Oberstes Ziel aller Maßnahmen ist es, eine Obdachlosigkeit zu vermeiden. Daher bereitet die Stadt den Aufbau eines „Ukrainedorfes“ für rund 220 Personen auf dem Gelände des Kultur- und Sportzentrums Martinsee vor. Die Wohn- und Servicecontainer sowie diversen Infrastrukturen sind schon bestellt. Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Dorf ab Anfang April bezugsfertig ist. Das Hauptaugenmerk liegt darin, die Menschen im Martinseedorf unterzubringen und die (Not-)Unterbringung in Hotels auslaufen zu lassen. Alternativ werden auch private Unterbringungsmöglichkeiten geprüft.

Zusätzlich zur Aufgabe der reinen Unterbringung wird natürlich auch an der Organisation und der Einbindung des Ehrenamts, wie zum Beispiel von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer*innen, Vereinen, karitativen und kirchlichen Einrichtungen sowie Privatpersonen, gearbeitet. Neben formellen Notwendigkeiten stehen hier vor allem die Versorgung der Menschen, Kinderbetreuung, Übersetzungen, gesundheitliche Versorgung sowie die Alltagsgestaltung im Allgemeinen im Vordergrund. „Die Hilfs- und Spendenbereitschaft der Heusenstammerinnen und Heusenstammer ist nach wie vor groß, und wir möchten uns stellvertretend für die Schutzsuchenden dafür bedanken. In Kürze werden wir genau sagen können, welche Sachspenden noch für die Ausstattung und den Alltag in unserem Dorf konkret benötigt werden, und mit welchen Kompetenzen und Zeitspenden uns die Bürger*innen weiterhin unterstützen können“, verspricht Ball. Unabhängig von den noch benötigten Spenden, werden weiterhin gerne Geldspenden angenommen. Hierfür hat die Stadt ein Spendenkonto eingerichtet:

  • Empfängerin: Stadt Heusenstamm 
  • IBAN: DE10 5065 2124 0004 1254 49
  • BIC: HELADEF1SLS (Sparkasse Langen-Seligenstadt)
  • Kennwort: Spende für die Ukraine.

Aber auch die Tafel Offenbach e. V., die Bedürftige mit Lebensmitteln versorgt, ist nach wie vor auf Spenden angewiesen:

  • Empfängerin: Tafel Offenbach e. V.
  • IBAN: DE 24 5019 0000 0006 4067 42
  • BIC: FFVBDEFF (Frankfurter Volksbank)
  • Verwendungszweck: Heusenstamm

Wer Fragen zur Ukrainehilfe in Heusenstamm hat, Wohnraum für die geflüchteten Familien zur Verfügung stellen kann und will oder sich gerne vorab als Freiwillige*r und Unterstützer*in melden möchte, schreibt eine Mail an helfen@heusenstamm.de. Die Mitarbeiter*innen im Rathaus werden sich dann bei konkretem Bedarf zurückmelden und direkt Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern aufnehmen.

Alle entsprechenden Informationen rund um die Ukrainehilfe werden zeitnah in der Tagespresse und auf der Sonderseite Ukrainehilfe im städtischen Portal veröffentlicht.

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