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Stadt und Grundschulen kooperieren in der Notbetreuung

Die Landesregierung hat diverse Lockerungen der Einschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen, die zu verschiedenen Zeitpunkten und in verschiedenen Schritten umgesetzt werden sollen. Dazu gehört auch die sukzessive Öffnung der hessischen Grundschulen, auch wenn die Pandemie-Situation selbstverständlich noch andauert und weiterhin Abstands- und Hygieneregeln zu beachten sind.

In Heusenstamm haben die Grundschulen während des sogenannten Lockdowns das Notbetreuungsangebot für Schulkinder mit eigenen Ressourcen gestemmt. Am Montag, 18. Mai, fällt nun der Startschuss für die Viertklässler, die für 20 Wochenstunden wieder den (Präsenz-)Unterricht besuchen. Ab Montag, 2. Juni, werden dann alle Schülerinnen und Schüler von den ersten bis zu den vierten Klassen für sechs Wochenstunden unter der Einhaltung der geltenden Sicherheitsvorschriften an ihre Schreibtische zurückkehren. Außerdem wird das gesamte Schulsystem neu ausgerichtet: Neben der Präsenzzeit bleibt der Online-Unterricht (Homeschooling) weiterhin bestehen, die Schülerinnen und Schüler werden in Gruppen/Klassen von maximal 15 Kindern eingeteilt und nach jedem Raumwechsel der Schülergruppen werden die Oberflächen in den Klassenzimmern sorgfältig gereinigt. Die Erweiterung der Schülerzahlen unter den verschärften Bedingungen und die zeitgleiche Aufrechterhaltung der Notbetreuung bis in den Nachmittag, also die Betreuung in der Zeit, in der kein Präsenzunterricht stattfindet, stellt die Schule und das Lehrerkollegium vor eine große Aufgabe. „Dieser organisatorische und pädagogische Mehraufwand ist von unseren Schulen personell leider nicht leistbar“, sagt Christiane Knickel, Schulleiterin der Adalbert-Stifter-Schule, stellvertretend für alle Schulleitungen.

Um die Notbetreuung für Kinder, deren Eltern beziehungsweise Erziehungsberechtigte in systemrelevanten Berufen arbeiten, trotzdem bedarfsgerecht zu gewährleisten, hat die Stadt nach gemeinsamen Konzeptgesprächen mit den jeweiligen Schulleitungen, den Leitungen der städtischen Schulkindbetreuungen und den Mitarbeiterinnen des Fachdienstes Soziales nun zugesagt, die Notbetreuung mit städtischem Personal (Erzieherinnen und Erzieher aus den Schulkindbetreuungen) sicherzustellen und so die Schulen zu entlasten. „Der Betreuungsbedarf der Eltern steigt merklich, und auch die Liste der systemrelevanten Berufe wird ständig erweitert“ sagt Bürgermeister Halil Öztas. „Damit die aktuellen Landesverordnungen erfüllt werden können, haben wir uns mit allen Beteiligten zusammengetan, um für diese herausfordernde Zeit eine gute und praktikable Lösung für Kinder, Eltern und die Schulen zu finden.“ Das Notbetreuungskonzept soll vorerst bis zu den Sommerferien laufen und entsprechend überprüft werden. „Die enge und zielorientierte Zusammenarbeit der hiesigen Schulen und der Kommune ist vorbildlich“, ergänzt Christiane Knickel. „Mit dieser engen operativen Verzahnung können wir die Eltern, und damit natürlich auch unsere Kinder, so gut wie eben derzeit möglich unterstützen“.

Hinweis zur Entschädigung für Verdienstausfälle wegen behördlich angeordneter Schul- und Kitaschließungen

Arbeitgeber und Selbstständige können in Kürze eine Entschädigung für Verdienstausfälle bei Schul- und Kitaschließungen beantragen. Dabei gilt der Antrag für Verdienstausfälle, die ihnen oder ihren Arbeitnehmer*innen wegen einer behördlich angeordneten Schul- oder Kitaschließung entstanden sind. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat stellt auf der Webseite ifsg-online.de alle wichtigen Informationen zur Verfügung. In wenigen Tagen wird die Antragstellung über das genannte Internetportal möglich sein.

 

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