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Stadt spricht sich für zweiten S-Bahn-Haltepunkt aus

S-Bahn-Haltepunkt am Bahnhof
S-Bahn-Haltepunkt am Bahnhof

Bereits in der Stellungnahme zur Überarbeitung des Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP2020) im Frühjahr 2019 haben sich die Stadtverordneten im Zuge der neuen Flächenausweisungen für die Innen- und die Wohnbauentwicklung für einen zweiten S-Bahn-Haltepunkt im Süden der Stadt ausgesprochen. Dieser Wunsch ist jetzt in der Stellungnahme im Rahmen des formalen Beteiligungsverfahrens zur Fortschreibung des Regionalen Nahverkehrsplans 2020-2030 erneut formuliert worden.

Einer der Hauptgründe hierfür war und ist die künftige Entwicklung der ehemaligen Betriebsflächen des Brückenbauhofs der Deutschen Bahn in der Industriestraße und des Fernmeldezeugamts der Deutschen Post in der Philipp-Reis-Straße/Heinrich-von-Stephan-Straße/Thurn-und-Taxis-Straße. Diese Potenzialflächen sollen unter anderem für die Wohnraumentwicklung genutzt werden – für beide Flächen sind bereits Machbarkeitsstudien vorhanden. Für die rentable und nachhaltige Entwicklung von Wohnbauprojekten sieht die Stadt in der attraktiven Anbindung an den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Zusammenspiel mit einer sowieso vorhandenen erhöhten Mobilität der Bürgerinnen und Bürger eines der wichtigsten Argumente für einen zusätzlichen S-Bahn-Haltepunkt.

Außerdem, so sind die Stadtverordneten überzeugt, würde sich eine weitere S-Bahn-Station positiv auf das Gewerbegebiet Süd auswirken. So könnten unter Umwelt- und Verkehrsgesichtspunkten beispielsweise Pendlerströme von privaten Fahrzeugen auf den ÖPNV verlagert und so eine Entlastung des dortigen Verkehrsraums (fahrender sowie ruhender Verkehr) erreicht werden. Eine bessere verkehrliche Anbindung des Gewerbegebietes an den ÖPNV dürfte zudem zur Stärkung des Gewerbestandortes beitragen und das südliche Stadtgebiet in seiner Gesamtheit aufwerten. „Vieles spricht aus unserer Sicht für die Errichtung eines zweiten S-Bahn-Haltepunkts im Stadtgebiet. Allerdings sind wir hier nicht Herr des Verfahrens. Wir sind gespannt auf die ersten Rückmeldungen des Rhein-Main-Verkehrsverbundes“, sagt Bürgermeister Halil Öztas.

Der bestehende S-Bahn-Haltepunkt am Heusenstammer Bahnhof liegt historisch bedingt am Rande der Altstadt im nördlichen Stadtgebiet. Die Stadt ist von den Boom-Jahrzehnten (1950er bis 1980er Jahre) bis heute jedoch nicht konzentrisch um den Bahnhof herum gewachsen, sondern hat sich im Wesentlichen südlich des Bahnhofs entwickelt und sich dann nach Osten und Westen ausgebreitet. Der bestehende S-Bahnhof liegt also überhaupt nicht (mehr) im geometrischen Mittelpunkt des Stadtgebiets. Rund um den Bahnhof wird es aufgrund der örtlichen Begebenheiten sowie der übergeordneten Planungsziele auch keine weitere Gebietsentwicklung mehr geben –diese wird tendenziell im südlichen Stadtgebiet stattfinden.

 

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