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Zeugen*innen gesucht: Zerstörung von Bäumen in der Breslauer Straße

Baumschäden in der Grünanlage Breslauer Straße/Karlsbader Straße
Baumschäden in der Grünanlage Breslauer Straße/Karlsbader Straße

Vermutlich im Laufe des vergangenen Wochenendes (10. bis 12. Januar) haben ein oder mehrere Vandalen sechs gesunde Buchen, die 80 bis 100 Jahren alt waren und zwischen 40 und 60 Zentimeter Stammdurchmesser hatten, in der öffentlichen Grünanlage zwischen Breslauer und Karlsbader Straße (Waldrand) beschädigt. Dank der Mitteilung eines aufmerksamen Bürgers haben die Fachleute aus dem Rathaus und die städtischen Baumkontrolleure die Schäden nun begutachtet. Der oder die Täter*innen haben mit einem Beil, einem Draht oder einem anderen Werkzeug jeweils einen größeren ringförmigen Streifen in den Baumrinden weggeschlagen beziehungsweise abgeschält. Daneben haben der/die Täter*innen versucht einige der Schadstellen mit Erde unkenntlich zu machen. Mit ganz viel Glück sind bei der Beschädigungsaktion nicht alle „Versorgungsleitungen“ der Bäume gekappt worden, und die eine oder andere Buche übersteht diesen mutwilligen Angriff. Tatsächlich aber haben die Experten wenig Hoffnung, denn die Schnitte und Schläge sind eigentlich zu tief und so ist zu befürchten, dass die Bäume die Wunden nicht kompensieren können und allesamt absterben werden. Die geschätzte Schadenssumme liegt bei mindestens 30000 Euro.

Die sechs bis dato gesunden Bäume gehören an genannter Stelle zu einer größeren waldartigen Baumgruppe, die hier prägend für das Wohngebiet ist, die für eine entsprechende Beschattung und nicht zuletzt auch für gute Luft sorgt. Besonders dramatisch wird der akute Zerstörungsakt, wenn klar ist, dass die anderen Bäume, die im Kern der Baumgruppe stehen, bereits massive Trockenschäden der vergangenen heißen Sommer aufweisen. Auch hier ist unklar, ob diese überhaupt erhalten bleiben können. Das realistische Szenario sieht leider so aus, dass wahrscheinlich die gesamte Baumgruppe mit rund 25 Bäumen früher oder später gefällt werden muss.

„Die mutwillige Beschädigung oder gar Zerstörung von städtischem Eigentum – dazu gehören eben auch Bäume und andere Grünpflanzen – ist eine Sachbeschädigung und, um es deutlich zu formulieren, eine Schweinerei“, erklärt Erster Stadtrat Uwe Michael Hajdu. „Kann kein*e Täter*in ermittelt werden, kommen nämlich jedes Mal aufs Neue die Heusenstammer Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Steuergeld für die entstandenen Schäden auf. Und was der Verlust von Grün für unser Stadtklima bedeutet, muss auch nicht mehr extra betont werden.“

Inzwischen hat die Stadt Anzeige gegen Unbekannt gestellt und bittet Anlieger*innen und Zeugen*innen, die Beobachtungen oder anderweitige Angaben zu dem genannten Fall machen können, sich umgehend mit dem Fachdienst Sicherheit und Ordnung im Rathaus, telefonisch unter 06104 607-1130 oder per Mail an ordnungsamt@heusenstamm.de in Verbindung zu setzen. Generell werden Heusenstammer Einwohner*innen gebeten, Beobachtungen im öffentlichen Raum, die ihnen verdächtig vorkommen, unverzüglich der hiesigen Polizeistation oder der Stadtverwaltung zu melden. Nur so kann ein schnelles und zielgerichtetes Eingreifen der Sicherheitsbehörden erfolgen und möglicherweise Straftaten verhindert werden. Eine „falsche“ Scham ist dabei unnötig: besser einmal zu viel als zu wenig anrufen.

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