zurück
Kita-Bedarfsplan bis 2030: Heusenstamm ist gut aufgestellt | Kein zusätzlicher Ausbau erforderlich
(Symbolbild: esi auf pixabay)
Die Stadt Heusenstamm verfügt in der Kinderbetreuung über ausreichende Kapazitäten bis zum Jahr 2030. Das ist das zentrale Ergebnis des aktuellen Kita-Bedarfsplans, der Anfang Februar im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellt wurde.
Sowohl im U3- als auch im Ü3-Bereich können die bestehenden Betreuungsangebote den prognostizierten Bedarf decken. Im U3-Bereich stehen aktuell rund 40 bis 50 freie Betreuungsplätze zur Verfügung. Auch unter Berücksichtigung einer angenommenen jährlichen Steigerung des Betreuungsbedarfs um ein Prozent besteht bis 2030 kein Ausbaubedarf.
Im Ü3-Bereich zeigt die Bedarfsplanung ebenfalls ausreichende Kapazitäten. Für das Jahr 2026 ist zwar aufgrund der Sanierung des Kinderhauses Murmel mit einer kurzfristigen Verzerrung zu rechnen, diese kann jedoch durch bestehende und wieder hinzukommende Plätze kompensiert werden. Insgesamt stehen im Jahr 2026 rund 220 Betreuungsplätze einem prognostizierten Bedarf von etwa 150 Kindern gegenüber.
„Der Bedarfsplan zeigt, dass wir unsere bestehenden Angebote vorausschauend und verlässlich geplant haben. Kurzfristige Veränderungen können wir auffangen, ohne neue Ausbauprojekte anstoßen zu müssen“, so Bürgermeister Steffen Ball.
Ein weiterhin hoher Bedarf besteht in der Integration und Förderung. Aktuell werden 14 Integrationskinder betreut, weitere Anträge befinden sich im Verfahren. Durch Integrationsmaßnahmen sind derzeit 63 Plätze nicht belegbar, da sich die Gruppengrößen entsprechend reduzieren. Die meisten Einrichtungen arbeiten integrativ, für eine vollständig inklusive Betreuung fehlen häuft noch räumliche und personelle Voraussetzungen.
Auch die Betreuungssituation für Grundschulkinder hat sich deutlich entspannt. An allen vier Heusenstammer Grundschulen bestehen derzeit keine Wartelisten. Ab dem Schuljahr 2026/2027 ist geplant, die Schulkindbetreuungen Die drei Freunde, Schlossgespenster und Waldgeister sowie den Kinderhort Kinderburg an eine Tochtergesellschaft des Schulträgers Kreis Offenbach, die Ganztag im Pakt GmbH (GiP), zu übergeben.
Neben der Bedarfsentwicklung wurde auch die Kostenentwicklung betrachtet. Die Aufwendungen für Kinderbetreuung sind in den vergangenen Jahren unter anderem durch Tariferhöhungen, Sanierungsmaßnahmen und steigende Zuschüsse deutlich gestiegen. Ab 2026 wird durch die Übergabe der Schulkindbetreuung an die GiP eine strukturelle Entlastung im städtischen Haushalt erwartet.
Der Kita-Bedarfsplan wird fortlaufend gemeinsam mit dem Kreis Offenbach überprüft. Geburtenzahlen und Wanderungsbewegungen bleiben dabei zentrale Faktoren der weiteren Planung.
zurück