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Dürre in Hessen: Magistrat beschließt Maßnahmen zum Wassersparen

(Foto: Public Domain Pictures auf pixabay)
(Foto: Public Domain Pictures auf pixabay)

Wie das Land Hessen ausführt, herrscht seit mehr als drei Monaten mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen in weiten Teilen Hessens eine Dürre. Auch der Zweckverband Wasserversorgung Stadt und Kreis Offenbach (ZWO) hatte im Juli verkündet, dass der Grundwasserspiegel in unserer Region sinkt und die Entwicklung der Grundwasservorkommen wegen der klimatischen Veränderungen mit länger anhaltenden Hitze- und Trockenperioden angespannt ist.



Der Magistrat hat nun verschiedene Maßnahmen beschlossen, wie die Stadt ab sofort zusätzlich Wasser einsparen kann. Dazu gehört:

  • Bis auf weiteres werden die Zierbrunnen im Stadtgebiet abgeschaltet
  • Die Bewässerung öffentlicher Sportanlagen wird reduziert mit der Maßgabe die Funktionsfähigkeit der Plätze und Anlagen und so auch die Werterhaltung sicherzustellen
  • Öffentliche Blumenkübel und Blumenbeete mit Gießauftrag durch die Stadt werden bis auf weiteres nur noch einmal die Woche bei Bedarf gewässert
  • Öffentliche Rasen- und Wiesenflächen werden nicht bewässert
  • Die Bewässerung im Schlossgarten wird auf ein absolutes Minimum heruntergefahren
  • Bäume im öffentlichen Raum werden nur gezielt bewässert, ebenso die Buchskübel in der Schlossstraße und am Bahnhofsplatz. Von der Regelung ausgenommen sind Jungbäume.

Weitere Maßnahmen können folgen und bei Bedarf durch Bürgermeister Steffen Ball angeordnet werden.

Daneben werden derzeit weitergehende Sparmaßnahmen im Rathaus geprüft, die je nach Ergebnis sofort oder zumindest mittelfristig umgesetzt werden können. So wird ermittelt, ob für eine gezielte Bewässerung öffentlicher Flächen weitgehend Tropfschläuche installiert und geklärtes Abwasser aus der Kläranlage verwendet werden kann. Auch die Bepflanzung beziehungsweise die Auswahl von Pflanzen, die weniger Wasser brauchen (beispielsweise standortgerechte Gehölze und Stauden), wird fortgeführt. In der Überlegung ist zudem die Speicherung von Niederschlagswasser (Zisternen). Neben lokalen Maßnahmen ist außerdem ein Abgleich mit der „Nationale Wasserstrategie“ und des darin enthaltenen Aktionsprogramms des Bundesumweltministeriums (BMUV) geboten.

„Die Lage in Bezug auf unser (Trink-)Wasser ist nicht dramatisch, aber durchaus angespannt. Nur wenn wir gemeinsam als Stadtgesellschaft – wir als Verwaltung und Sie als Privatpersonen – unseren Teil zum Schutz des Wassers beitragen und so viel Verbrauch wie möglich einsparen, können wir das Schlimmste verhindern. In vielen Regionen unseres Landes wird Wasser bereits rationiert, und es gelten strenge Entnahmevorschriften. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere kurz-, mittel- und langfristig wirkenden Maßnahmen konsequent durchführen“, erläutert Bürgermeister Steffen Ball.

Infobox

Wasser ist die Grundlage allen Lebens und eine unersetzliche Ressource. Ohne Wasser können Menschen, Tiere und Pflanzen nicht existieren, Landwirtinnen und Landwirte können nichts ernten und Unternehmen nichts produzieren. Wasser ist ererbtes Gut, das geschützt und sorgsam behandelt werden muss. In unserer heutigen Gesellschaft ist Wasser Lebensmittel und wichtiger Wirtschaftsfaktor: Energiequelle, Transportmedium und Rohstoff. Die öffentliche Wasserversorgung gehört zur Daseinsvorsorge. Die gesicherte selbstverständliche Verfügbarkeit von Wasser zu jeder Zeit an jedem Ort wird perspektivisch auch bei uns durch die Klimakrise in Frage gestellt. So fallen beispielsweise weiterhin die Wasserstände und Durchflüsse der Bäche und Flüsse in Hessen: Ende Juli wiesen 23 Prozent der Grundwassermessstellen unterdurchschnittliche und sogar 40 Prozent sehr niedrige Grundwasserstände auf.

Der Klimawandel ist eine gewaltige Herausforderung für die Wasserwirtschaft und für alle, die Wasser nutzen. Die letzten Jahre haben uns eindrücklich vor Augen geführt: Deutschland muss sich besser anpassen. Die Sommer werden heißer und trockener. Starkregen und Hochwässer werden häufiger, Schnee wird seltener. Die Grundwasserspiegel sinken, die Bodenfeuchte geht zurück. Die Trockenheit bedroht Ackerpflanzen und unseren Wald. Nutzungskonflikte können entstehen oder verstärken sich. Um diese Herausforderungen zu meistern, trifft die Stadt zu den bereits umgesetzten Schritten weitere vorbereitende Maßnahmen zum Umgang mit Wasser.

Vorschläge zum Wassersparen in Privathaushalten

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