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Menschen begleiten, Orientierung geben, Brücken bauen: Integrationslotsinnen und -lotsen gesucht
Symbolbild (Designed by Freepik)
Die Stadt Heusenstamm sucht engagierte Bürgerinnen und Bürger, die neu zugewanderte Menschen im Alltag unterstützen möchten. Mit dem Projekt „Integrationslotsen“ werden Menschen ausgebildet, die Zugewanderte bei der Orientierung in ihrem neuen Lebensumfeld begleiten und ihnen den Einstieg in den Alltag erleichtern.
Integrationslotsinnen und -lotsen helfen beispielsweise bei Behördengängen, erklären wichtige Abläufe oder geben praktische Hinweise zum Leben vor Ort. Gleichzeitig fördern sie das gegenseitige Verständnis zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. „Integrationslotsen leisten einen wichtigen Beitrag zum guten Zusammenleben in unserer Stadt. Sie helfen dabei, Brücken zu bauen und Orientierung zu geben“, betont Marina Fakkar vom städtischen Integrationsbüro.
Das Angebot richtet sich in erster Linie an Menschen mit eigener Migrationsgeschichte, die ihre Erfahrungen weitergeben und andere beim Ankommen unterstützen möchten. Interessierte ohne Migrationshintergrund sind jedoch ebenfalls willkommen. Voraussetzung sind Deutschkenntnisse mindestens auf B1-Niveau sowie die Bereitschaft, neu zugewanderte Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund zu begleiten.
Kostenfreie Qualifizierung startet im April
Voraussetzung für die Tätigkeit ist eine Qualifizierung, die für die Teilnehmenden kostenfrei ist. Die nächste Online-Qualifizierung für Integrationslotsinnen und -lotsen findet vom 29. April bis zum 13. Juni 2026 über das WIR-Kompetenzzentrum Vielfalt statt.
In der Schulung werden unter anderem folgende Themen behandelt:
- Rolle und Aufgaben als Integrationslotsin und -lotse
- Umgang mit Vielfalt und Diversität
- Diskriminierung und Rassismus im Alltag
- Strukturen von Ämtern und Behörden
- Kommunikation und Gesprächsführung
- Selbstfürsorge, Resilienz und Psychohygiene
- Wichtige Netzwerke und Kooperationspartner vor Ort
Die Qualifizierung vermittelt sowohl fachliches Wissen als auch praktische Fähigkeiten für die Begleitung von Zugewanderten. Zusätzlich sind regelmäßige Teamsitzungen vorgesehen, bei denen sich die Lotsinnen und Lotsen austauschen und gegenseitig unterstützen können.
(Logo: Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales)
Flexible Einsatzzeiten und Vergütung
Der zeitliche Umfang der Tätigkeit ist flexibel und richtet sich nach den persönlichen Möglichkeiten der Lotsinnen und Lotsen. In der Regel beträgt der Einsatz bis zu sechs Stunden pro Woche. Für Einsatzstunden sowie für Teamsitzungen erhalten Integrationslotsinnen und -lotsen eine Aufwandsentschädigung von acht Euro pro Stunde.
Koordiniert wird das Projekt durch das städtische Integrationsbüro im Rathaus, Im Herrngarten 1. Integrationslotsinnen und -lotsen ergänzen dabei die bereits bestehende ehrenamtliche Flüchtlingshilfe. Im Unterschied zum klassischen Ehrenamt sind die Tätigkeiten strukturiert organisiert, mit einer Qualifizierung verbunden und werden vergütet.
Das Projekt wird über das Landesprogramm „WIR – Vielfalt und Teilhabe“ des Hessischen Ministeriums für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales gefördert. Ziel des Programms ist es, Integration vor Ort zu stärken und gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen.
Jetzt Interesse melden
Wer sich vorstellen kann, Integrationslotsin oder -lotse zu werden, kann sich bis zum Montag, 16. März 2026 formlos beim Integrationsbüro der Stadt Heusenstamm melden: Telefonisch unter 06104 607-1635 (Marina Fakkar) oder 06104 607-1636 (Daniela Singh) oder per Mail an integration@heusenstamm.de
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