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Pilotprojekt „Dreckinspektor“ gestartet: Stefan Fehrenbach ist für die Stadt ehrenamtlich unterwegs

Stefan Fehrenbach unterstützt ehrenamtlich die Stadtverwaltung. V.l.: Erster Stadtrat Paul Sassen, Bürgermeister Steffen Ball, Stefan Fehrenbach, Bauhofleiter Michael Brand.
Stefan Fehrenbach unterstützt ehrenamtlich die Stadtverwaltung. V.l.: Erster Stadtrat Paul Sassen, Bürgermeister Steffen Ball, Stefan Fehrenbach, Bauhofleiter Michael Brand.

Die Stadt Heusenstamm geht neue Wege für ein sauberes Stadtbild: Ab sofort startet zunächst für ein Jahr das Pilotprojekt „Dreckinspektor“. Mit Stefan Fehrenbach übernimmt erstmals ein engagierter Bürger diese ehrenamtliche Aufgabe im Rahmen des sogenannten „engagierten Ruhestands“. Ziel des Projekts ist es, die Stadtsauberkeit weiter zu verbessern, schneller auf Verschmutzungen zu reagieren und gleichzeitig das Bewusstsein in der Bürgerschaft für einen achtsamen Umgang mit dem öffentlichen Raum zu stärken.

Viele Städte und Gemeinden setzen bereits erfolgreich auf ehrenamtliche Modelle wie Sauberkeitspaten oder Umweltlotsen. Auch in Heusenstamm soll durch die zusätzliche Unterstützung ein noch dichteres Netz an Aufmerksamkeit entstehen. Der Dreckinspektor ergänzt dabei die Arbeit von Bauhof und Ordnungsamt, ohne deren Aufgaben zu ersetzen. Durch regelmäßige Rundgänge können Müllprobleme frühzeitig erkannt, illegale Ablagerungen schneller gemeldet und strukturelle Schwachstellen identifiziert werden. Gleichzeitig trägt sichtbare Präsenz im Stadtgebiet dazu bei, eine präventive Wirkung zu entfalten und die Kommunikation zwischen Bürgerschaft und Verwaltung zu stärken. Das Projekt ergänzt bestehende Initiativen wie „Die Naturengel“ und soll das bereits vorhandene bürgerschaftliche Engagement sinnvoll erweitern.

Der Dreckinspektor ist im Stadtgebiet unterwegs und fungiert als Bindeglied zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung, Bauhof und Ordnungsamt. Zu seinen Aufgaben gehört es, Auffälligkeiten wie illegale Müllablagerungen oder Verschmutzungen an Containerstandorten zu melden, Beobachtungen auf öffentlichen Flächen weiterzugeben sowie kleinere Aufräumaktionen während seiner Rundgänge durchzuführen. Auch wiederkehrende Müll-Hotspots werden dokumentiert, um langfristige Lösungen zu ermöglichen. Darüber hinaus kann er im persönlichen Kontakt freundlich auf Fehlverhalten hinweisen – jedoch ausdrücklich ohne ordnungsrechtliche Befugnisse.

Der Einsatz von Stefan Fehrenbach ist auf etwa zehn Stunden pro Woche angelegt. Die Tätigkeit erfolgt ehrenamtlich und wird durch die Stadt organisatorisch begleitet. Feste Ansprechpersonen insbesondere im Bauhof sowie im Ordnungsamt sorgen für kurze Wege. Hinweise werden über direkte Meldewege wie den Mängelmelder erfasst und zeitnah an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Ein regelmäßiger Austausch dient dazu, Abläufe zu optimieren und Erfahrungen aus dem Pilotprojekt auszuwerten.

Bürgermeister Steffen Ball betont die Bedeutung des neuen Ansatzes: „Ein sauberes Stadtbild ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Mit dem Dreckinspektor schaffen wir eine zusätzliche Verbindung zwischen Bürgerschaft und Verwaltung. Ich freue mich sehr, dass sich mit Stefan Fehrenbach ein engagierter Heusenstammer bereit erklärt hat, hier Verantwortung zu übernehmen. Sein Einsatz steht stellvertretend für den starken Gemeinsinn in unserer Stadt.“

Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr angelegt. Bei positiver Entwicklung ist vorgesehen, das Modell weiter auszubauen und perspektivisch weitere engagierte Bürgerinnen und Bürger einzubinden.

Sauberkeit mit System: Der Bauhof im täglichen Einsatz

Ob Grünanlage, Spielplatz oder Straßenrand – die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs sorgen Tag für Tag dafür, dass das Stadtgebiet sauber und gepflegt bleibt. Rund 350 Mülleimer und Papierkörbe werden je nach Standort und Nutzungsintensität ein bis dreimal wöchentlich geleert.

Zwei Mitarbeitende sind hierfür täglich mit jeweils einem Fahrzeug im Einsatz und legen dabei zwischen 40 und 50 Kilometer zurück. Doch ihre Arbeit endet nicht mit der Leerung der Behälter: Auch die unmittelbare Umgebung wird gereinigt, Standorte werden von Wildkraut befreit und in einem ordentlichen Zustand gehalten – insbesondere an sensiblen Orten wie Spielplätzen oder stark genutzten Sitzgelegenheiten. Ein weiterer Mitarbeiter reinigt zudem regelmäßig die Straßenabschnitte mit der Kleinkehrmaschine, für die die Stadt selbst verantwortlich ist.

Zusätzlich stellen auch illegale Müllablagerungen sowie zeitweise stark frequentierte Treffpunkte besondere Herausforderungen dar. Auch hier schreitet der Bauhof ein und sorgt für schnelle Abhilfe.

Mit ihrem kontinuierlichen Einsatz leisten die Mitarbeitenden des Bauhofs einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensqualität in der Stadt – sichtbar, verlässlich und mit Engagement.

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