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Equal Pay Day 2026: Heusenstamm setzt sichtbares Zeichen für Lohngerechtigkeit

Die Fahnen zum Equal Pay Day sind vor dem Rathaus gehisst. V.l.: Katrin Roth und Johanna Fritz vom Frauenbüro und Bürgermeister Steffen Ball (Foto mit KI-Bearbeitung).
Die Fahnen zum Equal Pay Day sind vor dem Rathaus gehisst. V.l.: Katrin Roth und Johanna Fritz vom Frauenbüro und Bürgermeister Steffen Ball (Foto mit KI-Bearbeitung).

Am 27. Februar 2026 ist Equal Pay Day – der internationale Aktionstag für gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. Er macht auf eine nach wie vor bestehende Ungleichheit aufmerksam: Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich weniger als Männer. Ziel des Equal Pay Day ist es, diese Lohnlücke sichtbar zu machen, die gesellschaftliche Debatte darüber zu stärken, für die Ursachen zu sensibilisieren und Entscheiderinnen und Entscheider zu mobilisieren, damit Entgeltgerechtigkeit zur Selbstverständlichkeit wird.

Auch die Stadt Heusenstamm beteiligt sich in diesem Jahr wieder aktiv an dem Aktionstag. Um das wichtige Thema im Stadtbild präsent zu machen, werden in der Woche rund um den Equal Pay Day drei Flaggen vor dem Schlossrathaus wehen. Darüber hinaus laden Katrin Roth und Johanna Fritz vom städtischen Frauenbüro alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich dazu ein, sich zu informieren und ins Gespräch zu kommen: Im Foyer des Rathauses, Im Herrngarten 1, steht ein Infotisch mit anschaulichen Materialien zum Durchlesen und Mitnehmen bereit. Der Tisch bleibt bis Mitte März aufgebaut und bietet damit über den Aktionstag hinaus Raum für Information und Reflexion.

Der Handlungsbedarf ist groß: Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts verdienten Frauen in Deutschland im Jahr 2025 im Durchschnitt 16 Prozent weniger als Männer. Umgerechnet in Zeit bedeutet das: Vom 1. Januar an arbeiten Frauen statistisch gesehen 58 Tage unbezahlt. Genau diese 58 Tage erklären, warum der Equal Pay Day im Jahr 2026 auf den 27. Februar fällt.

Die Gründe für diese Lohnlücke sind vielfältig und strukturell verankert. Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, oftmals weil sie einen größeren Anteil unbezahlter Sorgearbeit übernehmen – etwa in der Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen. Zudem sind Frauen überdurchschnittlich oft in schlechter bezahlten Branchen und Berufen tätig und seltener in Führungspositionen vertreten. Diese Faktoren wirken zusammen und führen dazu, dass sich Einkommensunterschiede über Jahre und Jahrzehnte hinweg verfestigen.

Unter dem diesjährigen Motto „equal pay every day“ lenkt der Equal Pay Day den Blick zusätzlich auf den gesamten Lebensverlauf. Von früh erlernten Rollenbildern in Kindheit und Jugend über Bildungs- und Berufswahl, Phasen der Familiengründung bis hin zur Rente wird deutlich, wie eng Lohnungleichheit mit gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen verknüpft ist. Gleichzeitig zeigt dieser Blick, an welchen Stellschrauben angesetzt werden kann, um Veränderungen zu bewirken – langfristig und nicht nur an einem einzelnen Aktionstag, sondern an jedem Tag.

Das Team des städtischen Frauenbüros versteht den Equal Pay Day daher als Einladung zum Hinschauen, Nachfragen und Mitgestalten. Für weitere Informationen oder Rückfragen stehen die Mitarbeiterinnen gerne zur Verfügung: per Mail unter frauen@heusenstamm.de oder telefonisch unter 06104 607-1717 und 607-1718.

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