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Vertrag mit der GiP: Stadt schafft verlässliche Grundlage für die Schulkindbetreuung
Symbolbild (Foto: Alexa auf pixabay)
Die Stadt Heusenstamm stellt die Weichen für eine zukunftssichere Schulkindbetreuung: Die Stadtverordnetenversammlung hat den Abschluss eines Vertrags mit der GiP (Ganztagsbetreuung im Pakt) gGmbH beschlossen. Der Vertrag regelt ab dem 1. August 2026 die Finanzierung und den Betrieb der Schulkindbetreuungen an den vier Heusenstammer Grundschulstandorten Adalbert-Stifter-Schule, Lindenschule, Matthias-Claudius-Schule sowie Otto-Hahn-Schule einschließlich des Horts Kinderburg in der Philipp-Reis-Straße.
„Mit diesem Vertrag als Grundlage schaffen wir eine langfristige Sicherheit und Verlässlichkeit für Familien in Heusenstamm“, betont Bürgermeister Steffen Ball. „Gleichzeitig gestalten wir den Übergang der bisherigen städtischen Schulkindbetreuung und des Horts zur GiP strukturiert, transparent und auf Basis klar definierter Qualitätsstandards. Unser Ziel ist ein modernes und leistungsfähiges Ganztagsangebot an den Heusenstammer Grundschulen.“
Der Vertrag sieht vor, dass die Betreuung an allen Schultagen nach Unterrichtsende sowie in den Ferien angeboten wird. Die jährliche Schließzeit ist auf maximal vier Wochen begrenzt. Außerdem sind verbindliche Qualitätsstandards festgeschrieben. Dazu gehören dauerhaft mindestens 50 Prozent qualifiziertes pädagogisches Fachpersonal, Schutzkonzepte, erweiterte Führungszeugnisse, regelmäßige Fortbildungen sowie klare Regelungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Stadt übernimmt dabei die Betriebskosten, die nicht durch Elternbeiträge, Zuschüsse oder andere zweckgebundene Mittel gedeckt werden. Zudem regelt die Vereinbarung Zuständigkeiten, Kontroll- und Prüfungsrechte sowie Verfahren bei Kapazitätsengpässen. Damit bleiben Steuerungs- und Handlungsmöglichkeiten der Stadt jederzeit gewahrt.
„Unser Ziel ist ein gut aufgestelltes Ganztagsangebot an den Heusenstammer Grundschulen“, so Bürgermeister Ball. „Wir investieren in Bildung, Betreuung und Familienfreundlichkeit und sorgen zugleich für klare finanzielle Steuerung sowie hohe pädagogische Standards.“
Teil einer langfristigen Strategie
Der Vertragsabschluss knüpft an eine bereits im vergangenen Jahr getroffene Grundsatzentscheidung der Stadtverordnetenversammlung an. Damals wurde beschlossen, die städtischen Schulkindbetreuungen und den Hort Kinderburg in die Trägerschaft der GiP zu überführen. Hintergrund ist insbesondere der ab 2026 schrittweise geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder.
Die Stadt verfolgt dabei das Ziel, Betreuung und Schule künftig noch enger zu verzahnen und Zuständigkeiten beim Schulträger zu bündeln. Dadurch können Doppelstrukturen vermieden, Abläufe vereinfacht und Ressourcen effizienter eingesetzt werden. Gleichzeitig entstehen tragfähige Strukturen, um den künftigen Anforderungen an die Ganztagsbetreuung gerecht zu werden.
Der nun beschlossene Vertrag schafft hierfür die notwendige rechtliche, organisatorische und finanzielle Grundlage und sorgt für einen geordneten Übergang im Sinne der Kinder, Familien und Mitarbeitenden.
Wer ist die GiP?
Die gemeinnützige Ganztagsbetreuung im Pakt gGmbH (GiP) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Kreises Offenbach. Sie übernimmt die Trägerschaft von Betreuungsangeboten an Schulen und verantwortet die Organisation, Finanzierung und personelle Ausstattung der Einrichtungen vor Ort. Perspektivisch soll die GiP einen Großteil der Schulkindbetreuungen und Horte im Kreis Offenbach betreiben.
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