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Gemeinsam gegen Einsamkeit: Heusenstamm beteiligt sich an bundesweiter Aktionswoche
Symbolbild.
Einsamkeit kann Menschen in jeder Lebensphase treffen. Besonders ältere Menschen sind davon häufig betroffen – sei es nach dem Verlust von Angehörigen, durch gesundheitliche Einschränkungen oder weil soziale Kontakte im Alltag weniger werden. Um auf dieses wichtige Thema aufmerksam zu machen und Begegnungen zu fördern, beteiligt sich Heusenstamm an der bundesweiten Aktionswoche „Gemeinsam aus der Einsamkeit“, die vom 22. bis 28. Juni 2026 stattfindet.
Unter dem Dach des Heusenstammer „Pakt gegen Einsamkeit“ engagieren sich zahlreiche Einrichtungen, Vereine, Kirchengemeinden, soziale Organisationen, die Stadtverwaltung sowie Bürgerinnen und Bürger gemeinsam dafür, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und Teilhabe zu ermöglichen. Ziel ist es, bestehende Angebote sichtbarer zu machen, die Zusammenarbeit der Akteure weiter zu stärken und neue Wege gegen Vereinsamung zu schaffen.
Die Initiative wird im Rahmen des Seniorengipfels koordiniert. Die dort engagierten Organisationen, Initiativen und Ehrenamtlichen haben sich gewünscht, im Zusammenhang mit der Aktionswoche erneut auch auf die vielen regelmäßigen Begegnungs- und Unterstützungsangebote in Heusenstamm aufmerksam zu machen. Denn Hilfe gegen Einsamkeit entsteht nicht nur an einzelnen Aktionstagen, sondern vor allem durch dauerhafte Kontakte, gemeinsame Aktivitäten und offene Treffpunkte im Alltag.
Aktionswoche 2026
Im Rahmen der Aktionswoche und darüber hinaus laden die beteiligten Akteure zu verschiedenen Veranstaltungen ein. Bereits im Vorfeld der bundesweiten Aktionswoche hat das AWO Sozialzentrum Horst-Schmidt-Haus mit seinem Tag der offenen Tür das Thema Gemeinschaft, Begegnung und Teilhabe in den Mittelpunkt gerückt und damit ein wichtiges Zeichen gegen Einsamkeit gesetzt. Das Haus ist zudem für viele Angebote in Heusenstamm ein bedeutender Ort der Begegnung und engagiert sich gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern für ein lebendiges Miteinander im Alter.
Am Donnerstag, 25. Juni 2026, findet in der katholischen Kirche Mariä Opferung in Rembrücken ein Seniorennachmittag statt. Beginn ist um 15:45 Uhr, zuvor wird um 15:00 Uhr Gottesdienst gefeiert. Anschließend besteht im Pfarrheim Gelegenheit zum Austausch und geselligen Beisammensein.
Am Sonntag, 28. Juni 2026, feiert die Bürger- und Seniorenhilfe Heusenstamm e. V. ihr 30-jähriges Bestehen mit einem Jubiläums- und Familienfest im Haus der Stadtgeschichte. Ab 11:00 Uhr sind Interessierte eingeladen, die vielfältigen Angebote des Vereins kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.
Regelmäßige Angebote
Auch nach der Aktionswoche wird das Thema weiter aufgegriffen: Die Evangelische Kirchengemeinde gestaltet am Sonntag, 12. Juli 2026, um 10:00 Uhr einen Gottesdienst zum Thema Einsamkeit (Frankfurter Straße 80). Am Mittwoch, 15. Juli 2026, folgt ein Seniorennachmittag im Evangelischen Gemeindehaus. Pfarrerin Sandra Scholz berichtet dabei von Erkenntnissen aus ihrer Studienzeit zum Thema Einsamkeit und lädt dazu ein, gemeinsam darüber nachzudenken, was Menschen helfen kann, sich verbunden und angenommen zu fühlen.
Neben diesen besonderen Veranstaltungen gibt es in Heusenstamm zahlreiche regelmäßige Angebote, die Begegnung, Austausch und Gemeinschaft fördern:
- Die Bürger- und Seniorenhilfe bietet unter anderem einen Singkreis, kreatives Gestalten, „Fit im Sitzen“, ein Spiele-Kaffee, das Babbel-Café, Stammtische und ein Repair-Café an. Hinzu kommen Radtouren, Ausflüge, Theater- und Museumsbesuche sowie Vorträge und weitere Veranstaltungen.
- Auch die Bürger*innen-Stiftung Heusenstamm setzt auf gemeinschaftsstärkende Angebote. Dazu gehören Seniorinnen- und Senioren-Singen, Yoga, Bilderbuchkino, Lesungen, Vorträge und Reiseberichte. Viele dieser Angebote finden in enger Kooperation mit dem AWO Sozialzentrum Horst-Schmidt-Haus statt, das dafür Räume und Begegnungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Darüber hinaus unterstützt die Stiftung die Gemeinschaftsküche Heusenstamm. Dort wird nicht nur gemeinsam gekocht und Lebensmittel gerettet – die Gemeinschaftsküche Heusenstamm versteht sich auch als offener Treffpunkt für Menschen aller Generationen, die Gemeinschaft und Austausch suchen.
- Die Senioren-Union Heusenstamm organisiert regelmäßig Geburtstagsbesuche. Stammtische, gemeinsame Frühstücke, Ausflüge, Weinproben und saisonale Veranstaltungen.
- Die Freie Evangelische Kirche lädt mit dem barrierefreien Café Eden zu Begegnung bei Kaffee, Kuchen und Frühstück ein; außerdem findet jeden ersten Sonntag im Monat ein Spielenachmittag statt.
- Die Evangelische Kirchengemeinde bietet unter anderem ein monatliches Spielecafé, Spieleabende, den Internationalen Mittwochstreff, Seniorennachmittage, offene musikalische Angebote sowie Seelsorge an.
- Der Caritasverband Offenbach/Main ermöglicht alleinlebenden Seniorinnen und Senioren in der Tagespflege Haus Anna gemeinsame Geburtstagsfeiern.
- Zudem lädt der Heusenstammer Seniorenservice im AWO Sozialzentrum Horst-Schmidt-Haus jeden zweiten Mittwoch im Monat zu einem Nachmittagstreff ins Kaminzimmer ein.
Die Akteure des Pakts gegen Einsamkeit möchten mit ihren Angeboten ein deutliches Zeichen setzen. Niemand muss mit Einsamkeit allein bleiben. Oft reicht schon ein Gespräch, eine gemeinsame Aktivität oder ein regemäßiger Treffpunkt, um neue Kontakte zu knüpfen und Gemeinschaft zu erleben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die vielfältigen Angebote kennenzulernen und mitzumachen.
Weitere Informationen und Details zu hiesigen Angeboten gibt es im städtischen Internetportal auf heusenstamm.de und bei den einzelnen Pakt-Partnern. Für Fragen und Anregungen steht auch Seniorenberaterin Jasmin Heine im Rathaus, Im Herrngarten 1, telefonisch unter 06104 607-1128 oder per Mail an senioren@heusenstamm.de zur Verfügung.
Infobox: Seniorengipfel Heusenstamm
Der Seniorengipfel ist ein vor gut drei Jahren von Bürgermeister Steffen Ball initiierter runder Tisch, bei dessen Treffen sich haupt- und ehrenamtlich Tätige aus Heusenstamm regelmäßig austauschen. Dazu gehören beispielsweise Personen aus der Seniorinnen- und Seniorenarbeit der Kirchen, von Pflegeeinrichtungen, Vereinen, Selbsthilfegruppen und weiteren Organisationen. Auch engagierte Gewerbetreibende bringen sich in das Netzwerk ein. Gemeinsames Ziel ist es, die Seniorinnen- und Seniorenarbeit in unserer Stadt gemeinschaftlich weiterzuentwickeln, besser zu vernetzen und zu koordinieren.
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