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Feuerwehr: Wald- und Wohngebäudebrand am Wochenende 11./12. Juli 2026
Löscharbeiten im Waldgebiet "Am Goldberg".
Waldbrand am Samstag, 11. Juli 2026
Am Samstagabend (11. Juli 2026) wurden die Heusenstammer Feuerwehren um 21:07 Uhr zu einer Rauchentwicklung aus dem Waldgebiet hinter dem Wohngebiet Am Goldberg im Heusenstammer Osten alarmiert. Bereits auf der Anfahrt der ersten Kräfte wies eine große Rauchwolke den Einsatzkräften den Weg. Die Erkundung einer Zugänglichkeit zum eigentlichen Brandort stellte in der Anfangsphase in Verbindung mit den vorherrschenden sommerlichen Temperaturen die größten Herausforderungen dar. Mehrere Passanten unterstützten die Feuerwehrfrauen und -männer beim Aufbau der gut 400 Meter langen Schlauchleitung bis zum Brandort tatkräftig.
Bei der sommerlichen Wärme mussten im Einsatzverlauf zwei Einsatzkräfte aufgrund von Kreislaufbeschwerden medizinisch versorgt werden. Die Brandbekämpfung erfolgte zwischenzeitlich über bis zu sieben handgeführte Strahlrohre und entsprechendes Handwerkzeug. Die Wasserversorgung – oft bei Bränden im Waldgebiet ein Problem – konnte über einen leistungsstarken Hydranten im Wohngebiet sichergestellt werden, sodass für die Löscharbeiten ausreichend Wasser zur Verfügung stand.
Die Brandfläche von ca. 50 mal 50 Meter lag inmitten des Waldgebiets zwischen der Schule am Ginsterweg, dem Wohngebiet am Goldberg und der Autobahn A 3. Da es sich hierbei um ein grundsätzlich als munitionsbelastetes Gebiet eingestuftes Waldstück handelt, wurde Rücksprache mit Fachkräften des Kampfmittelräumdienstes gehalten und die Maßnahmen eng abgestimmt.
Unterstützung für die beiden Heusenstammer Stadtteilfeuerwehren unter der Einsatzleitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Denis Schmidt kam von der Feuerwehr Rodgau Mitte in Form eines Spezialfahrzeugs zur Ausleuchtung der Brandstelle und der Zuwege sowie mit weiterem Personal zum regelmäßigen Austausch der eingesetzten Kräfte und von der Feuerwehr Hainburg mit einer Drohne zur besseren Übersicht der Lage. Der hauptamtliche Rettungsdienst sowie die Polizei unterstützten ebenfalls die Maßnahmen mit mehreren Rettungswagen und Streifenwagen. Insgesamt waren von der Feuerwehr gut 55 Einsatzkräfte eingesetzt. Die Löscharbeiten zogen sich bis kurz nach Mitternacht, sodass der Einsatz gegen 1 Uhr am frühen Sonntag beendet werden konnte.
Am Sonntagmorgen um 9:20 Uhr wurden im Rahmen einer Brandnachschau nochmals leicht rauchende und noch warme Stellen im unwegsamen Gelände nachgelöscht. Hierzu befanden sich zwei Löschfahrzeuge mit 10 Einsatzkräften bis 10:45 Uhr im Einsatz, um die Fläche eines halben Fußballfelds nachzuwässern und Glutnester zu finden.
Löscharbeiten in der Bürgermeister-Kämmerer-Straße.
Bürgermeister-Kämmerer-Straße am Sonntag, 12. Juli 2026: Feuer im Wohngebäude
Die hohe Belastung der ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Schlossstadt reißt nicht ab. Am Sonntagnachmittag (12. Juli 2026) kam es um 17:42 Uhr zu einem Feuer in einem Anbau eines Wohnhauses in der Bürgermeister-Kämmerer-Straße und machte den Einsatz des Löschzugs beider Stadtteilwehren Heusenstamm und Rembrücken nötig.
Beim Eintreffen des diensthabenden Einsatzleiters Steffen Ball drang dichter Brandrauch aus dem rückwärtigen Bereich sowie aus den Kellerfenstern des Wohnhauses in der engen Wohnbebauung. Mit mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz gelang es die Flammen zu löschen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Anschließend wurde noch mit einem Hochleistungslüfter der Brandrauch aus dem Haus entfernt und das gesamte Gebäude kontrolliert. Die Bewohner handelten umsichtig und räumten das Gebäude bis zum Eintreffen der Feuerwehr, so dass keine Verletzten zu beklagen waren.
Im Einsatzverlauf kam noch ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Obertshausen zur Unterstützung und zum Personaltausch bei sommerlichen Temperaturen zum Einsatz. Der hauptamtliche Rettungsdienst sicherte mit einem Rettungswagen die medizinische Seite ab und die Polizei befand sich mit Streifenwagenbesatzungen ebenfalls vor Ort.
Von Seiten der Feuerwehr befanden sich ungefähr 45 Einsatzkräfte vor Ort sowie in Bereitschaft für mögliche weitere parallele Einsätze im Stadtgebiet. Gegen 19:15 Uhr konnte die Einsatzstelle an die Eigentümer übergeben werden. Die Brandursache und die Schadenshöhe werden von der Polizei ermittelt.
Insgesamt war es der sechste Einsatz seit Beginn des Wochenendes. Zwei Hilfeleistungen für den Rettungsdienst am Freitagabend, zwei Einsätze in Verbindung mit dem Waldbrand am Samstagabend (wir berichteten) und ein Wasserrohrbruch in der Ostendstraße am früheren Sonntagnachmittag beschäftigten die Wehrleute.
(Texte und Fotos: Feuerwehr Heusenstamm, 12.07.2026)
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