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Große Drüsenameise im Ostend: Stadt informiert Anwohnerinnen und Anwohner

Große Drüsenameise - Tapinoma magnum (Foto: Aron Bellersheim / SMNS)
Große Drüsenameise - Tapinoma magnum (Foto: Aron Bellersheim / SMNS)

Rund 70 Haushalte rund um den Landgrebeweg erhalten aktuell Informationen zum Umgang mit der gebietsfremden Ameisenart

Der Fachdienst Umwelt, Forst & Klimaanpassung der Stadt Heusenstamm informiert aktuell rund 70 Haushalte im Ostend über das Auftreten der Großen Drüsenameise (Tapinoma magnum). Die Anwohnerinnen und Anwohner rund um den Landgrebeweg erhalten ein Anschreiben sowie ein Infoblatt mit wichtigen Hinweisen zur Erkennung und zum richtigen Umgang mit der Ameisenart.

Die aus dem Mittelmeerraum stammende Große Drüsenameise breitet sich seit einigen Jahren auch in Deutschland aus. Nach Hessen gelangt sie vermutlich vor allem über den Handel mit Pflanzen und kann unterirdische, weit verzweigte sogenannte Superkolonien bilden. In größeren Beständen kann sie unter anderem Gehwege und Pflasterflächen beeinträchtigen. Für Menschen stellt die Art nach Angaben des Umweltbundesamts keine Gesundheitsgefahr dar.

Beispielfoto einer Ameisenstraße der Großen Drüsenameise im Stadtgebiet Heusenstamm: Eine auffällige Ansammlung mehrerer Tiere (runde Umrandung) und eine stark frequentierte Ameisenstraße (quadratische Umrandung).
Beispielfoto einer Ameisenstraße der Großen Drüsenameise im Stadtgebiet Heusenstamm: Eine auffällige Ansammlung mehrerer Tiere (runde Umrandung) und eine stark frequentierte Ameisenstraße (quadratische Umrandung).

Was tun bei einem Verdacht?

Wer die Große Drüsenameise vermutet, sollte die Tiere zunächst möglichst gut fotografieren und den Fund mit Angabe von Ort und Zeitpunkt dokumentieren. Der Verdacht kann über das Meldeportal des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) gemeldet werden. Auch der Fachdienst Umwelt, Forst & Klimaanpassung nimmt Hinweise unter umwelt@heusenstamm.de entgegen. Je mehr über das Vorkommen bekannt ist, desto besser lässt sich das tatsächliche Ausmaß einschätzen.

Von einer eigenständigen Bekämpfung mit frei verfügbaren Mitteln wird abgeraten. Dadurch können die Tiere lediglich verdrängt werden und sich weiter ausbreiten. Bei einem bestätigten oder größeren Befall sollte das weitere Vorgehen fachlich abgestimmt und gegebenenfalls ein qualifizierter Schädlingsbekämpfungsbetrieb hinzugezogen werden. Wichtig: Nicht jede schwarze Ameise ist eine Große Drüsenameise.

Da sich die Tiere nicht an Grundstücksgrenzen halten, ist bei einem Vorkommen auf mehreren benachbarten Grundstücken außerdem eine abgestimmte Vorgehensweise sinnvoll. Die Stadt kann Maßnahmen auf öffentlichen Flächen umsetzen – für private Grundstücke ist sie auf die Unterstützung der jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer angewiesen.

Auch wenn die Aktivität der Tiere mit sinkenden Temperaturen zurückgeht, lohnt es sich, aufmerksam zu bleiben. Auffällige Ameisenstraßen, größere Mengen von Sand- oder Erdauswurf an Nesteingängen oder ungewöhnlich viele schwarze Ameisen unterschiedlicher Größe können Hinweis auf die Große Drüsenameise sein.

Neue Informationsseite zu gebietsfremden und zugewanderten Arten

Die Stadt hat außerdem auf dieser Internetseite eine neue Informationsseite zu gebietsfremden und zugewanderten Arten eingerichtet. Dort werden nach und nach Steckbriefe zu Arten ergänzt, die bereits in Heusenstamm gesichtet oder beobachtet wurden. Die Informationen geben Hinweise zur Erkennung, zum richtigen Umgang und zu Ansprechstellen. Für weiterführende Informationen sind außerdem die zuständigen hessischen Fachbehörden sowie das Meldeportal des HLNUG verlinkt.

Link:

Zur Seite "Gebietsfremde & zugewanderte Arten"

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