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Stadt/Privat: Entwicklung des ehemaligen Brückenbauhofs
Aktuelle Meldungen von der Baustelle:
Derzeit finden noch keine Baumaßnahmen statt.
Infos zum Bauprojekt:
Gebiet rund um den ehemaligen Brückenbauhof.
Das so genannte Brückenbauhof-Gelände entlang der Industriestraße mit rund 3,65 Hektar Grundstücksfläche wurde über viele Jahrzehnte von der Deutschen Bahn AG als Betriebsbauhof genutzt. Seit längerem wurde es von der Bahn aufgegeben und liegt – ausgenommen von einigen Folgenutzungen aus Logistik und Transportwesen – mehr oder weniger brach. Das gesamte Areal befindet sich in privatem Eigentum.
Weichenstellung für Sicherheit, Mobilität und Stadtentwicklung | Stadt sichert sich Vorkaufsrecht:
Mit den in der Februarsitzung 2026 gefassten Beschlüssen zur Aufstellung des Bebauungsplans „Brückenbauhof“ und zum besonderen Vorkaufsrecht leitet die Stadtverordnetenversammlung eine der größten städtebaulichen Entwicklungen der letzten Jahre – wenn nicht Jahrzehnte – ein. Auf dem Gelände des ehemaligen Brückenbauhofs an der Industriestraße am südlichen Rand Heusenstamms entsteht ein Areal, das Sicherheit, Mobilität und wirtschaftliche Entwicklung zusammen denkt.
Kerns des Projekts ist der Neubau einer modernen Feuerwache. Die bestehende Feuerwehrinfrastruktur stößt baulich und funktional seit Längerem an ihre Grenzen. Zwar wurde in den vergangenen Jahren viel getan, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, doch nun geht die Stadt einen konsequenten Schritt nach vorn. Mit dem Brückenbauhof werden die Voraussetzungen für eine zeitgemäße Feuerwache geschaffen - räumlich, technisch und organisatorisch. Investitionen in den Brand- und Katastrophenschutz bedeuten dabei ganz unmittelbar Investitionen in die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger.
Der Brückenbauhof ist jedoch mehr als ein Feuerwehrstandort. Das Gelände wird mit Augenmaß und Weitblick entwickelt. So bleibt die Option für einen zweiten S-Bahn-Haltepunkt bewusst erhalten, sollte es künftig zur Verlängerung der S-Bahn-Strecke kommen. Gleichzeitig sind Flächen für gewerbliche Nutzungen vorgesehen. Damit stärkt die Stadt ihren Wirtschaftsstandort, sichert Arbeitsplätze und stabilisiert die kommunalen Finanzen.
Damit diese Entwicklung nicht dem Zufall oder ausschließlich Einzelinteressen überlassen bleibt, wurde ergänzend ein besonderes Vorkaufsrecht, ein bewährtes Instrument der Stadtentwicklung, beschlossen. Es stellt sicher, dass zentrale Flächen nicht ungeordnet veräußert oder Eigentumsverhältnisse zersplittert werden und die Stadt ihren Gestaltungsspielraum behält. Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung ist eine aktive Steuerung entscheidend.
Beide Beschlüssen zusammen stehen für eine verantwortungsvolle und vorausschauende Kommunalpolitik.
Machbarkeitsstudie: Planung einer neuen Feuerwache
Das in den 1970er Jahren in Massivbauweise neu errichtete und im Zuge der jahrzehntelangen intensiven Nutzung mehrfach an- und umgebaute sowie aufgestockte Feuerwehrgebäude am Standort Rembrücker Straße 2-4 weist immensen Sanierungsbedarf auf. Es bestehen sowohl baukonstruktive also auch bauphysikalische Defizite sowie arbeitsschutzrelevante Mängel. Weiterhin herrscht räumliche Enge.
Die Machbarkeitsstudie des spezialisierten Architekturbüros k-Plan (2025) inklusive Kostenschätzung zeigt, dass eine Sanierung des bestehenden Gebäudekomplexes sowohl unwirtschaftlich ist als auch nicht zukunftsfähig ist. Die zur Umsetzung der aktuellen Anforderungen an eine moderne freiwillige Feuerwehr benötigte Grundfläche ist auch unter Hinzunahme des Areals des alten Bauhofs zu klein und ungünstig geschnitten.
Es wurden deshalb drei alternative Standorte – vor allem unter den Blickwinkeln Abdeckung des Einsatzbereichs und hinreichende Größe sowie Zukunftsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit - geprüft. Hierbei handelte es sich um Grundstücke am Niederröder Weg/Ringstraße, im Weiskircher Weg sowie auf dem ehemaligen Brückenbauhof (Industriestraße).
Am Brückenbauhof liegt mit Ausnahme eines Toleranzbereichs eine vollständige Abdeckung des Einsatzbereichs der Feuerwehr vor. Es stünde eine hinreichend große Fläche zur Verfügung, die sich zu einem nicht geringen Anteil bereits in Eigen-tum der Stadt befindet, so dass dort nicht nur ein Feuerwehrgebäude errichtet, sondern auch eine Wache für die Stadtpolizei, ein Saal für Vereine sowie Flächen für die Ehrenamtlichen des Deutschen Roten Kreuzes Heusenstamm (DRK) sowie für überörtliche DRK-Katastrophenschutzeinheiten realisiert werden können. Eine entsprechende Voranfrage des DRK-Kreisverbandes liegt dem Magistrat vor.
Es könnten am Standort Brückenbauhof also umfangreiche Einrichtungen für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Heusenstamm und des Kreises Offenbach realisiert werden. Die Eigentümer der übrigen Fläche haben ihre Bereitschaft signalisiert, mit der Stadt entsprechende Verhandlungen zum Grundstücksverkauf oder möglicherweise auch Grundstückstausch aufzunehmen. Der Magistrat ist zudem in Gesprächen mit Unternehmen aus Heusenstamm sowie nationalen Projektentwicklern, um auf weiteren Flächen am Brückenbauhof Gewerbe anzusiedeln.
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