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Große Drüsenameise
Große Drüsenameise - Tapinoma magnum (Foto: Aron Bellersheim / SMNS)
Die Große Drüsenameise stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und tritt inzwischen auch in Deutschland auf. Sie kann sehr große Kolonien bilden und sich über weit verzweigte Netzstrukturen auf größeren Flächen ausbreiten.
Die Insekten bevorzugen für ihr Brut- und Nistverhalten Wärme. Deshalb sind diese ab März/April bis Oktober in ihrer Ausbreitung sehr aktiv.
Ein starkes Auftreten kann insbesondere dann problematisch werden, wenn die Tiere Wege, Terrassen oder andere befestigte Flächen unterhöhlen oder in großer Zahl in Gebäude eindringen.
So können Sie einen möglichen Befall erkennen
Achten Sie auf eine Kombination mehrerer Auffälligkeiten:
- Ungewöhnlich große Mengen von Ameisen auf einer sonnigen Fläche,
- breite und stark frequentierte Ameisenstraße,
- unterschiedlich große, kleine und dunkle Tiere,
- auffällige Mengen von Sand oder Erde rund um Nesteingänge,
- wiederkehrendes Auftreten an Wegen, Terrassen, Fassaden oder in Gebäuden,
- ein auffälliger, charakteristischer Geruch,
- ein besonders starkes Reagieren der Tiere, wenn ein Nest gestört wird.
Eine sichere Bestimmung ist für Laien allerdings schwierig. Die genannten Merkmale können deshalb lediglich Hinweise sein.
Das können Sie jetzt tun
Beispielfoto einer Ameisenstraße der Großen Drüsenameise: Eine auffällige Ansammlung mehrerer Tiere (runde Umrandung) und eine stark frequentierte Ameisenstraße (quadratische Umrandung).
1. Beobachten und dokumentieren
Machen Sie Fotos oder Videos und notieren Sie möglichst, wo und wann Sie die Tiere beobachtet haben. Hilfreich sind Bilder, auf denen mehrere Ameisen gut erkennbar sind. Für eine mögliche Bestimmung können Sie die Ameisen beispielsweise mit einer kleinen Menge Zucker oder Zuckersirup an eine gut sichtbare Stelle locken. Fotografieren Sie mehrere Tiere möglichst scharf und legen Sie, wenn möglich, einen Gegenstand zum Größenvergleich daneben.
2. Fund oder Verdacht melden
Wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich um die Große Drüsenameise handeln könnte, können Sie den Fund über die Internetseite des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie melden:
Meldeportal des Hessischen Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie
Bitte informieren Sie außerdem:
Stadt Heusenstamm
Fachdienst Umwelt, Forst & Klimaanpassung
umwelt@heusenstamm.de
Je besser bekannt ist, wo die Tiere auftreten, desto besser kann das tatsächliche Ausmaß eingeschätzt werden.
3. Nicht einfach selbst „drauflos bekämpfen“
Eine eigenständige Bekämpfung mit frei verfügbaren Mitteln kann dazu führen, dass die Tiere lediglich verdrängt werden und sich in andere Bereiche zurückziehen oder weiter ausbreiten. Gerade bei einem größeren Befall empfiehlt es sich deshalb, einen qualifizierten Schädlingsbekämpfungsbetrieb hinzuzuziehen und das weitere Vorgehen fachlich abzustimmen. Wichtig: Nicht jede Ameise ist eine Große Drüsenameise!
Gemeinsam mit der Nachbarschaft handeln
Problematische Arten halten sich nicht an Grundstücksgrenzen. Wenn ein Befall auf mehreren benachbarten Flächen besteht, kann eine isolierte Maßnahme auf nur einem Grundstück wenig Erfolg haben. Sprechen Sie deshalb – wenn möglich – mit betroffenen Nachbarinnen und Nachbarn und stimmen Sie notwendige Schritte miteinander ab.
Je mehr Betroffene mitmachen, desto besser sind die Chancen, eine weitere Ausbreitung zu begrenzen. Bei großflächigen Kolonien der Großen Drüsenameise ist eine Zusammenarbeit zwischen Kommune und Anwohnenden ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Bekämpfung.
Warum Ihre Mithilfe so wichtig ist
Die Stadt kann Maßnahmen auf öffentlichen Flächen umsetzen - private Grundstücke können jedoch nur mit Unterstützung der jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer in die Beobachtung und gegebenenfalls notwendige Maßnahmen einbezogen werden.
Deshalb ist Ihre Mithilfe so wichtig: Je früher und vollständiger Hinweise zusammengetragen werden, desto besser lässt sich erkennen, wo ein Problem besteht und welche Schritte sinnvoll sind.
Ihre Beobachtung und Ihr Mitwirken können damit einen wichtigen Beitrag dazu leisten, eine weitere Ausbreitung möglichst frühzeitig zu begrenzen.
Kurz gesagt: Erkennen. Melden. Gemeinsam handeln.
- Auffälligkeit entdeckt? → Genau hinschauen und möglichst dokumentieren.
- Verdacht auf einen Befall oder ein Vorkommen? → Zuständige Fachstelle und Stadt informieren.
- Handlungsbedarf besteht? → Maßnahmen fachlich abstimmen und - wenn erforderlich - gemeinsam mit Betroffenen in der Nachbarschaft handeln.
Denn: Nur wenn möglichst viele mitmachen, können wird das Ausmaß frühzeitig erkennen und gemeinsam wirksam handeln.
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